Beim Walldorfer Softwarekonzern nutzen die wichtigsten Elemente der Verwaltungssoftware ab sofort die hauseigene Daten-Technologie HANA. Damit ließen sich Unternehmen in Echtzeit führen, so SAP.
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Palo Alto/Walldorf. Die Verwaltungssoftware (Produktnamen SAP Business Suite) von SAP kann ab sofort die schnelle Datenbank-Technologie HANA nutzen. Damit sollen Unternehmen in der Lage sein, große Datenmengen schneller zu analysieren und das Geschäft in Echtzeit zu führen. "SAP hat die Software, die den Kern von tausenden Unternehmen weltweit bildet, neu definiert - sie ist nun so schnell wie unserer Kunden selbst denken und arbeiten können", so Vishal Sikka, der im Vorstand des Walldorfer Softwarekonzerns für Technologie und Innovation verantwortlich ist. HANA (High Performance Analytic Appliance) ist eine Technologie, Zugriff auf Echtzeitdaten aus unterschiedlichsten Quellen und deren intelligente Auswertung ermöglicht. Die Rechenprozesse werden - weil die Datenhaltung und -verarbeitung direkt im Arbeitspeicher erfolgt - von Stunden auf Sekunden verkürzt. Die SAP-Verwaltungssoftware (Enterprise Resource Planning - ERP) ist praktisch Standard bei den Autoherstellern weltweit. Auch viele Zulieferer verwenden das System. Im Ranking der Ranking der Automobilwoche ist SAP mit einem Umsatz von 620 Millionen Euro (Basis 2011) der zweitgrößte IT-Dienstleister für die Autoindustrie in Deutschland hinter T-Systems und vor IBM. Die neue Software mit dem Namen "SAP Business Suite powered by SAP HANA" wird zusätzlich zu dem bestehenden System angeboten, das mit verschiedensten Datenbanken betrieben werden kann. In diesem Zusammenhang versprachen die Walldorfer, weiter Innovationen für alle von ihre unterstützten Datenbanken voranzutreiben und mit den Partnern zusammenzuarbeiten. Außerdem soll die HANA-Technologie auch für die Software für kleine und mittlere Unternehmen (All-In-One) zur Verfügung stehen.
Kundenorientierte Preisgestaltung "Die Geschäftswelt dreht sich immer schneller, Entscheidungszyklen werden kürzer. Daher wächst die Notwendigkeit, immer weniger Zeit für die Erfassung und Analyse von Daten sowie die Ableitung von Maßnahmen aufzuwenden. SAP HANA verbindet sowohl transaktionale Verarbeitung als auch Analysen auf einer einzelnen Plattform und unterstützt so ein integriertes System für die Erfassung von Daten und Entscheidungsfindung. Durch die Integration von Transaktionsverwaltung mit Entscheidungsmanagement entfallen Verzögerungen und Ineffizienzen, wie sie üblicherweise durch parallele Systeme für den laufenden Betrieb und den Einsatz von Business Intelligence (BI) entstehen. Nun können Mitarbeiter bessere taktische, operative und strategische Entscheidungen treffen", so Henry Morris vom Marktforschungsinstitut IDC. Das Preismodell für das neue HANA-basierte System ist laut SAP an das aktuelle Einkaufsverhalten im Bereich Datenbanken angepasst. Es orientiere sich prozentual am Anwendungswert und sei im Vergleich zu Marktalternativen äußerst wettbewerbsfähig. Bei der Preisgestaltung reklamieren die deutschsprachigen SAP-Anwender für sich, eine kundenfreundliche Lösung erreicht zu haben. "Wir haben uns für ein Preismodell eingesetzt, das sich an der Wertschöpfung des Kunden orientiert. Das bedeutet, SAP-Kunden müssen jetzt nur die Lizenzen upgraden, die wirklich auf die HANA-Datenbank zugreifen und nicht pauschal den gesamten Lizenzvertrag. Die Datenbank für die Business Suite on HANA kostet damit lizenzseitig für Bestandskunden praktisch genauso viel wie herkömmliche Datenbanken. Damit wird es möglich, die Vorteile, die die In-Memory-Technologie dem einzelnen Kunden gegebenenfalls bietet, zu einem vernünftigen Preis zu nutzen", so Andreas Oczko, Mitglied im Vorstand der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG). "SAP hat unsere Vorschläge angenommen, das Preismodell am Vertragswert der SAP-Installation zu orientieren und nicht hauptspeicherbasiert. Bestandskunden haben dank des konventionell ausgerichteten Pricings einen einfachen Zugang zu Innovationen im HANA-Umfeld. Damit ist SAP konstruktiv auf eine Kern-Forderung der DSAG eingegangen", ergänzt Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der DSAG.
John Deere ist Pilotkunde Ein Pilotkunde der neuen Software ist der Landmaschinenhersteller John Deere. "Wir können die Markteinführung von neuen Produkten und Dienstleistungen revolutionieren und wichtige Prozesse wie Materialplanung in Echtzeit durchführen. Zudem stehen uns ganz neue Bereiche wie vorbeugende Wartung (Predictive Maintenance) zur Verfügung", sagt Derek Dyer, Director Global SAP Services bei Deere and Company. Auch Süßwarenkonzern Ferrero setzt das neue System bereits ein und verspricht sich durch eine bessere Simulation und schnellere Planung klare Vorteile bei der Verkaufsförderung und in der Lieferkette. "Für die Zukunft stellen wir uns die Verbindung von mobilen Technologien mit Big Data vor. Dies wird die Art und Weise, wie wir Entscheidungen treffen und unsere Prozesse steuern, verändern", so Enzo Bertolini, CIO von Ferrero. Für Bestandskunden, die auf SAP HANA migrieren wollen, bietet SAP Dienstleistungen, Rapid-Deployment-Solutions sowie ausgebildete Implementierungsberater aus dem Partner-Ökosystem. Eine spezielle Rapid-Deployment-Solution, die für das erste Quartal in 2013 geplant ist, soll Kunden helfen, in weniger als sechs Monaten in den Live-Betrieb zu gehen. Sie soll ein komplettes Paket aus vorkonfigurierter Software, Implementierungsservices, Inhalten und Trainings zu einem Festpreis mit definiertem Umfang bieten.
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