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Daten europäischer Hersteller bei chinesischem Konkurrenten entdeckt
Volkswagen CC: Vertrauliche Daten über das Modell sind offenbar auf unbekanntem Wege in die Hände eines chinesischen Konkurrenten gelangt.
(Foto: Volkswagen)
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Mittwoch, 09. Januar 2013, 14.59 Uhr
Geheime Daten verschiedener Automodelle sind einem Medienbericht zufolge auf verschlungenen Wegen in China gelandet – Quelle ist das Unternehmen A2Mac1. Die Kunden sind empört.

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München. Mehrere Hersteller erwägen offenbar eine Kündigung ihrer Verträge bei A2Mac1, weil sensible Daten ihrer Fahrzeuge auf bisher unbekannte Weise zu mindestens einem chinesischen Konkurrenten gelangt sind. Das berichtet das "Handelsblatt" (9.1.).

Der französische Dienstleister A2Mac1 erhebt für die Autobranche wichtige Daten: Er zerlegt die Fahrzeuge und stellt Informationen über die verschiedenen Komponenten, ihre Lieferanten, ihre Eigenschaften und ähnliche Details zusammen. Diese Daten sind für die Konkurrenz, aber durchaus auch für die Hersteller selbst, wichtig, die mit Hilfe der Informationen ihre eigene Qualität mit der von Konkurrenzmodellen vergleichen.

Über 50 Autobauer und Zulieferer, unter anderem BMW, Daimler, Peugeot, Johnson Controls und Volkswagen, nutzen die Dienste von A2Mac1. Natürlich sind die Daten streng geheim und die Kunden stimmen der Weitergabe an bestimmte Konkurrenten nur unter der Bedingung zu, dass sie nicht an Außenstehende weitergegeben werden. Nach Informationen des "Handelsblatts" ist in den Verträgen mit A2Mac1 vor allem "eine Weitergabe an Wettbewerber aus China ausgeschlossen".

Trotzdem hat mit Great Wall Motors mindestens ein chinesischer Hersteller Zugriff auf die Daten. Darunter sind nach dem "Handelsblatt" vorliegenden Informationen unter anderem Daten über den VW CC und den BMW Fünfer, die zweifelsfrei von A2Mac1 stammen. Noch ist nicht bekannt, ob die Firma die Daten an Great Wall verkauft hat oder ob sie gestohlen wurden. Weder A2Mac1 noch Great Wall haben entsprechende Anfragen des "Handelsblatts" beantwortet.

Die Kunden des Dienstleisters sind empört – einige denken nach "Handelsblatt"-Informationen darüber nach, ihre Verträge zu kündigen.


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