Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
Aktuelle Bilder
Bosch will eigene Li-Ion-Technologie bis 2018 entwickeln
Bosch: Der Zulieferer will nach der Trennung von Partner Samsung SDI das Geschäft mit Lithium-Ionen-Batterien grundsätzlich neu beginnen. (Foto: Bosch)
Der Stuttgarter Zulieferer arbeitet an einem innovativen technischen Konzept für Lithium-Ionen-Batterien und -Zellen, das die Kosten stark drücken und damit großserienfähig werden soll. Ob der Einstieg in das millardenschwere Batteriegeschäft gelingt, ist allerdings noch offen.
Wo sollten die Autohersteller bei der Entwicklung am meisten investieren?
CO2-Reduzierung und Umweltschutz
Vernetzung und Internet im Auto
Qualitäts- und Premiumanspruch
Sicherheit und Unfallvermeidung
Stuttgart. Bosch will mit einem eigenen technologischen Ansatz eine Lithium-Ionen-Batterie entwickeln und gleichzeitig wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für eine Fertigung in Europa schaffen. "Von 2020 an, werden wir einen deutlichen Zuwachs der Elektromobilität sehen. Für uns geht es darum, bis dahin an den richtigen Ausgangspunkt für den dann enstehenden Volumenmarkt zu kommen. Der Schlüssel wird die Batterie sein", kündigt Bernd Bohr, Chef der Kfz-Techniksparte des Stuttgarter Automobilzulieferer und Technologiekonzerns an. Ziel von Bosch ist es, die Kosten für die Lithium-Ionen-Batterie um den Faktor 2-3 zu drücken. Dies ist laut Bohr eine Voraussetzung dafür, dass die Elektromobilität überhaupt den Durchbruch schafft. In den nächsten zwei Jahren arbeitet Bosch an der technischen und wirtschaftlichen Umsetzung einer großserienfähigen Batterie. "Wenn wir dies erreicht haben und uns für den Einstieg in das Batteriegeschäft entscheiden, dann werden wir um das Jahr 2018 eine Fabrik in Europa bauen", so Bohr. Das Geschäft mit Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge sowie Plug-In-Hybride und Hybrid-Autos wird sich nach der Einschätzung von Bosch ab 2020 zu einem riesigen Markt entwickeln: Allein das Geschäft mit den Zellen wird mit jährlich rund 25 Milliarden Euro veranschlagt. Können mit der heute installierten Zellenkapazität theoretisch 250.000 reine Elektroautos gebaut werden, so dürfte 2020 die dreifache Kapazität gebraucht werden. Dabei geht der Zulieferer von zwölf Millionen elektrifizierten Fahrzeugen im Jahr 2020 aus. Davon dürften sechs Millionen Hybride, drei Millionen Plug-Ins und drei Millionen reine E-Fahrzeuge sein. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr sind weltweit schätzungsweise nur 20.000 bis 30.000 Elektro-Autos gebaut worden. Wie wichtig für den Zulieferer ein erfolgreiches Geschäft mit Batterien und Zellen künftig ist, zeigt sich am Umsatz pro Fahrzeug: Bei einem Fahrzeug mit einem Vierzylinder-Diesel macht Bosch mit Antriebsstrang-Komponenten einen Umsatz von 800 bis 900 Euro. Liefern die Stuttgarter den kompletten Antriebsstrang für ein Elektrofahrzeug summieren sich der E-Motor und die Leistungselektronik auf 1200 bis 1500 Euro, dazu kommen nochmal 6000 Euro für die Batterie.
Batteriegeschäft birgt enormes Risiko Allerdings birgt dieses Geschäft auch ein enormes Risiko. "Wir reden von einer zweistelligen Milliarden-Investition, die notwendig wird, wenn wir auf einen interessanten Marktanteil kommen wollen. Wir müssen uns sehr genau anschauen, welchen technischen Vorsprung wir uns erarbeiten können, so dass wir nachhaltig ein ähnliches Potenzial heben können wie bei anderen Komponeten", warnt Bohr. Unter zehn Prozent Weltmarktanteil mache "das Geschäft keine Freude". Dem Manager zufolge wird es es erst richtig schön bei Anteilen über 20 Prozent. Um die Batterie insgesamt großserienfähig zu machen, konzentriert sich Bosch zunächst auf die Optimierung des gesamten Systems. "Wir brauchen eine Elektronik, die das Maximale aus der Chemie herausholt", so Joachim Fezer, der bei Bosch für die Elektrofahrzeuge und Hybridsysteme verantwortlich ist. Kostet auf Ebene der Zellen eine Kilowattstunde Ladung heute 250 bis 280 Euro, soll der Preis auf deutlich unter 200 Euro pro Kilowattstunde gedrückt werden. Gleichzeitig will Bosch mit deutschen Maschinenbauern und Chemieproduzenten sowie Materiallieferanten an einer optimalen Wertschöpfungskette arbeiten. "Wir brauchen bis 2020 eine leistungsstarke Industriestruktur in Europa", so Rolf Bulander, der den Geschäftsbereich Gasoline Systems leitet, zu dem die Elektromobilität gehört. Bosch ist überzeugt: Nur mit erheblichen Fortschritten bei der Ladekapazität der Zellen, im Fertigungsprozess der Zellen und Batterien sowie Preissenkungen bei den Ausgangsmaterialien lassen sich die geplanten Kosten erreichen.
Hoher Wettbewerbsdruck Während der Markt von Lithium-Ionen-Batterien für die Autoindustrie heute von hohen Überkapazitäten und einem starken Preisverfall geprägt ist, sieht Bohr nun die Chance, mit einem grundsätzlich neuen Ansatz, das Spiel neu zu beginnen. "Keiner ist besser aufgestellt als wir", so der Manager mit Blick auf die Gesamtkompetenz. Allerdings dürfte seiner Ansicht nach auch der Wettbewerb beim Elektroantrieb mit völlig neuen Playern aus der Welt der Consumer-Elektronik und der allgemeinen Industrie stark zunehmen.
Die schwache Nachfrage nach Elektroautos bringt die Hersteller von Lithium-Ionen- Batterien unter Druck. "Sollten die ursprünglich angekündigten Produktionsmengen für sogenannte... » mehr lesen
Plug-in-Hybride starten durchMartin Winterkorn findet für Hybridautos mit geringer Reichweite im rein elektrischen Betrieb klare Worte: „Das ist doch alles Krampf.“... » mehr lesen
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.