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Daimler-Betriebsrat will strengere Regeln für alle Leiharbeiter
Erich Klemm: Ist seit 1989 Betriebsratschef im Werk Sindelfingen und seit 1999 Vorsitzender des Daimler-Konzernbetriebsrats.
(Foto: Daimler)
Autor:
Matthias Krust
mkrust@craincom.de
Sonntag, 06. Januar 2013, 09.00 Uhr
Im Interview mit der Automobilwoche kündigt Daimler-Konzernbetriebsrat Erich Klemm an, die für Leiharbeiter in der Produktion geltenden Regeln nun auch auf die Verwaltung und Entwicklung ausdehnen zu wollen.

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Stuttgart. Daimler-Konzernbetriebsrat Erich Klemm will in diesem Jahr Regelungen für Leiharbeiter in der Verwaltung und der Entwicklung durchsetzen, nachdem es schon seit Längerem entsprechende Vereinbarungen für die Produktion gibt. "Dabei soll der Geist des Tarifvertrags und des Gesetzes sichergestellt werden: Es dürfen keine Dauerarbeitsplätze mit Leiharbeit belegt sein. Sie sollen nur vorübergehend verpflichtet werden", sagte Erich Klemm, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Daimler, im Interview mit der Automobilwoche. Er fügte hinzu: "Und wenn sie länger bei uns tätig sind, müssen sie die Chance auf einen festen Arbeitsplatz erhalten. Bei der Leiharbeit muss natürlich der Grundsatz "gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit" gelten."
Zugleich sollen auch in den ausländischen Werken Arbeitnehmervertretungen aufgebaut werden. "Wir haben ein Interesse daran, an allen Standorten demokratisch gewählte Arbeitnehmervertretungen zu haben. Im Werk Tuscaloosa in den USA gibt es das immer noch nicht", betonte Klemm. "Deswegen unterstützen wir die US-Automobilgewerkschaft UAW dabei, das endlich zu ändern." In dem neuen Werk im ungarischen Kecskemét sei bereits "eine Art Betriebsrat" etabliert worden.
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