Im Interview mit der Automobilwoche kündigt Daimler-Konzernbetriebsrat Erich Klemm an, die für Leiharbeiter in der Produktion geltenden Regeln nun auch auf die Verwaltung und Entwicklung ausdehnen zu wollen.
Wichtige Kennzahlen des Autobauers Daimler im ersten Quartal 2013
Stuttgart. Daimler-Konzernbetriebsrat Erich Klemm will in diesem Jahr Regelungen für Leiharbeiter in der Verwaltung und der Entwicklung durchsetzen, nachdem es schon seit Längerem entsprechende Vereinbarungen für die Produktion gibt. "Dabei soll der Geist des Tarifvertrags und des Gesetzes sichergestellt werden: Es dürfen keine Dauerarbeitsplätze mit Leiharbeit belegt sein. Sie sollen nur vorübergehend verpflichtet werden", sagte Erich Klemm, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Daimler, im Interview mit der Automobilwoche. Er fügte hinzu: "Und wenn sie länger bei uns tätig sind, müssen sie die Chance auf einen festen Arbeitsplatz erhalten. Bei der Leiharbeit muss natürlich der Grundsatz "gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit" gelten." Zugleich sollen auch in den ausländischen Werken Arbeitnehmervertretungen aufgebaut werden. "Wir haben ein Interesse daran, an allen Standorten demokratisch gewählte Arbeitnehmervertretungen zu haben. Im Werk Tuscaloosa in den USA gibt es das immer noch nicht", betonte Klemm. "Deswegen unterstützen wir die US-Automobilgewerkschaft UAW dabei, das endlich zu ändern." In dem neuen Werk im ungarischen Kecskemét sei bereits "eine Art Betriebsrat" etabliert worden.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
War das nur ein Missverständnis, oder vielleicht doch eher Missmanagement? Opel hat am Freitag seine Haltung korrigiert, das Werk Bochum bereits Ende 2014 vollständig zu schließen. Nun hat der Vorstand umdisponiert, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen soll doch noch bis ins Jahr 2016 hinein bestehen bleiben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.