Die deutsche Mercedes-Benz Vertriebsorganisation (MBVD) hat in der Geschäftsführung überraschend eine zusätzliche Managementmentebene zur Steuerung des Niederlassungsnetzes eingeführt.
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Berlin. Die deutsche Mercedes-Benz Vetriebsorganisation (MBVD) hat in der Geschäftsführung die neue Position "Leiter Mercedes-Benz Niederlassungen" geschaffen und mit Andreas Burkhart besetzt. Seit dem 1. Januar berichten die Niederlassungen damit an Burkhart, der wiederum direkt MBVD-Chef Harald Schuff unterstellt ist. Dies bestätigte die MBVD auf Nachfrage der Automobilwoche. Burkhart kommt von der Transporter-Sparte von Daimler, wo er bisher den weltweiten Vertrieb geleitet hat. Die Leitung des Handelsnetzes bleibt unverändert bei Ulrike Mönnich. Die MBVD hat erst vor einem Jahr die Führung der Handels- und Niederlassungsnetze getrennt. Während Ulrike Mönnich in der Geschäftsführung die Verantwortung für die Vertreter erhielt, war Jörg Heinermann das Ressort "Leistungssteuerung Niederlassungen" übertragen worden. Mit der Ernennung von Burkhart wird Heinermann faktisch zurückgestuft. Laut MBVD soll er aber weiter in der Geschäftsführung verbleiben und für die operative Führung der Niederlassungen zuständig sein. Burkhart soll sich vor allem um strategische Weichenstellungen kümmern. "Es handelt sich um eine Aufgabenverbreiterung", so MBVD-Sprecher Dietmar Göllner. Insidern zufolge will die Vertriebsorganisation den Druck auf die wirtschaftlich wenig erfolgreichen Niederlassungen mit der zusätzlichen Managementebene verstärken. Burkhart gehört bei Daimler als so genannter "E1er" (Vice President) zum erweiterten Top-Management unter dem Vorstand. Auch MBVD-Chef Schuff ist auf der "E1"-Ebene eingeordnet. Heinermann hingegen ist "E2" (Director), ebenso wie viele Chefs der großen Niederlassungen. Im Interview mit der Automobilwoche hatte Schuff vor Kurzem angekündigt, das Niederlassungsnetz in den kommenden Jahren nachhaltig wettbewerbsfähig machen zu wollen. Dabei will sich die MBVD auch von einzelnen Standorten trennen. Die Niederlassungen sind wirtschaftlich weniger erfolgreich als die freien Mercedes-Händler. Das liegt unter anderem an deutlich höheren Kostenstrukturen durch die Zugehörigkeit zu einem Konzern mit IG-Metall-Tarifen und weitgehenden Mitbestimmungsrechten der Betriebsräte.
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