Der Autobauer Daimler bleibt hart: Einem Agenturbericht zufolge hält er weiterhin an dem eigentlich seit Jahresanfang verbotenen Kältemittel R134a fest. Das neue Kältemittel hatte bei einem Unternehmens-internen Test einen Brand ausgelöst.
Wichtige Kennzahlen des Autobauers Daimler im ersten Quartal 2013
Stuttgart. Daimler bleibt auf Konfrontationskurs zur Europäischen Union. Wie die Nachrichtenagentur dapd berichtet, weigert sich der Autobauer, das neue Kältemittel R1234yf einzusetzen, das seit Jahresanfang vorgeschrieben ist. "Wir gehen davon aus, dass uns nichts anderes übrigbleibt, als das neue Mittel nicht einzusetzen" sagte ein Daimler-Sprecher.
Eigentlich hätte der Grenzwert zur Umweltverträglichkeit von Klimaanlagen schon ab 2011 gelten sollen. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des neuen Kältemittels duldete die EU den Einsatz des alten Mittels jedoch bis ende 2012. In alten Modellen, also solchen, die bereits eine Typgenehmigung haben, darf R134a sogar noch bis Ende 2016 eingesetzt werden.
Das neue Mittel mit dem Namen R1234yf hat zwar vergleichsweise gute Umwelteigenschaften, es war aber aufgrund seiner Gefährlichkeit schon seit Längerem umstritten. Vor einigen Wochen fing ein damit betankter Mercedes bei einem Daimler-Crashtest Feuer. Daraufhin hat der Ersteller beschlossen, auf den Einsatz des Mittels zu verzichten. Betroffen sind die Kompaktmodelle A-Klasse und B-Klasse sowie der Sportwagen SL.
VDA für Ausnahmegenehmigung Daimler rechnet seinem Sprecher zufolge nicht mit Strafen aufgrund seines Verstoßes gegen die EU-Richtlinie. Man befinde sich in Gesprächen mit den EU-Behörden und den Kraftfahrtbundesamt (KBA), hieß es. "Die Gespräche verlaufen gut." Daimler hofft auch eine Ausnahmegenehmigung, um weiter das alte Kältemittel verwenden zu dürfen. Der VDA unterstützt diesen Vorschlag. "Es muss klar sein, dass ab 1. Januar 2013 weiterhin das herkömmliche Mittel R134a eingesetzt werden kann", sagte VDA-Geschäftsführer Ulrich Eichhorn schon im vergangenen Jahr der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport". "Hier ist – auch von Brüssel – eine Klare Abwägung zwischen Klimaschutz und Sicherheit vorzunehmen."
Der bayerische Konkurrent BMW beobachtet einem Sprecher zufolge die Entwicklung: "Wir nehmen sehr ernst, was sich da ergeben hat." Allerdings steht BMW nicht so sehr unter Zeitdruck wie Daimler, weil die Münchner derzeit kein neues Modell zertifizieren lassen müssen.
"Am deutschen Wesen soll die Welt genesen", war einer der nationalistischen Kraftsprüche der wilhelminischen Ära. Er beschrieb jene Arroganz, die davon ausging, dass einzig... » mehr lesen
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.