NEU: ePaper
NEU: Jobsjobs.automobilwoche.de
Benutzeranmeldung:
Schwacher Europa-Markt kommt in Deutschland an
Produktion des neuen Octavia bei Skoda: Die Lieferzeiten von Skoda haben sich seit Herbst am stärksten verkürzt.
(Foto: Skoda)
Autor:
Michael Knauer
mknauer@craincom.de
Freitag, 21. Dezember 2012, 15.25 Uhr
Die Lieferzeiten im deutschen Autohandel sind wieder deutlich am Sinken. Sie lagen Anfang Dezember im Schnitt bei 2,5 Monaten und damit auf dem niedrigsen Wert seit drei Jahren. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Lieferzeiten im deutschen Automobilhandel, die am Freitag vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen veröffentlicht wurde.

Hintergrunddaten zum Thema:
11/2013
VW hat in Deutschland im ersten Quartal 2013 von allen Autoherstellern am meisten für Werbung ausgegeben.

04/2013
Die meistverkauften Autos in Deutschland von Januar bis März 2013

11/2013
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.

Duisburg/Essen. Die Lieferzeiten im deutschen Automobil-Neuwagenmarkt sind im Dezember auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Sie lagen Anfang Dezember im Schnitt bei 2,5 Monaten. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Lieferzeiten im deutschen Automobilhandel, die am Freitag vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen veröffentlicht wurde.
"Die kürzeren Lieferzeiten sind ein Indikator dafür, dass die Schwächen der europäischen Wirtschaft auch im deutschen Automarkt angekommen sind", erklärte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer zu der Untersuchung. "Die Autobauer gehen quasi ohne Auftragspolster in das Jahr 2013."
Deutschland spiele derzeit für viele Hersteller noch eine ausgleichende Rolle angesichts der Schwäche in den meisten anderen europäischen Märkten, so Dudenhöffer weiter. Doch diese wichtige Rolle verliere Deutschland zusehends.

Vor allem Skoda-Kunden müssen nicht mehr so lange warten
Konkret verringerte sich die durchschnittliche Wartezeit bis zur Auslieferung eines individuell bestellten Neuwagens in Deutschland im Dezember auf 2,5 Monate. Im September mussten die Kunden noch 3,3 Monate auf ihr neues Auto warten, im Januar sogar 3,6 Monate.
Der Auswertung des CAR-Instituts zufolge hatten die deutschen Hersteller die größten Rückgänge zu verzeichnen.
Der größte Rückgang bei den Lieferzeiten war demnach in den vergangenen drei Monaten bei Skoda zu beobachten. Hatte ein individuell bestellter Skoda im September noch eine Lieferzeit von 4,4 Monaten, ist diese mittlerweile auf 1,8 Monate geschrumpft. Größer war der Rückgang der Lieferzeiten auch bei Audi (-1,3 Monate), BMW (-1,4 Monate), Mini (-1,2 Monate), VW (- 1,1 Monate). Leicht verkürzt hat sich die Lieferzeit bei Opel (-0,3 Monate) und minimal erhöht bei Ford (+0,1 Monate).

SUVs meist noch mit langen Lieferzeiten
Die Modellreihen mit den längsten Lieferzeiten sind überwiegend bei den SUVs zu finden. So hat etwa der Audi Q5 mit 3,7 Monaten die längste Lieferzeit aller Audi-Modelle, bei BMW ist der X6 mit 2,3 Monaten das Modell mit der längsten Lieferzeit, bei Hyundai der iX55 mit 5,1 Monaten am längsten zum Kunden unterwegs.
Bei Peugeot ist der Auswertung zufolge die Lieferzeit für den 4008 mit 5,0 Monaten sehr lange. Bei Toyota haben Landcruiser (4,1 Monate), Urban Cruiser und Prius (beide 3,2 Monate) längere Lieferzeiten und bei VW ist der New Beetle mit gut fünf Monaten lange zum Kunden unterwegs. Bei Opel hat der Opel Mokka mit sechs Monaten die längste Lieferzeit vor dem Antara mit vier Monaten Lieferzeit.
"Die niedrigen Lieferzeiten deuten gemeinsam mit den hohen Incentives im deutschen Automarkt und den schlechten Verkäufen in Südeuropa an, dass im neuen Jahr mit einer Ausweitung der Kurzarbeit und langsamer laufenden Bändern zu rechnen ist," lautet deshalb die Prognose von Dudenhöffer.
Kommentare zum Artikel:
Weiterführende Links:
Kia bleibt auf Wachstumskurs
Kia hat im ersten Halbjahr mit 27.711 verkauften Autos ein Plus von 50 Prozent erzielt. Deutschland-Geschäftsführer Martin van... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
9332
Leser
Werkstätten und Kunden des Premiumherstellers BMW müssen derzeit teilweise wochenlang auf Ersatzteile warten. Grund ist eine Software-Umstellung.
9043
Leser
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
6257
Leser
Neuer Vorstand für Produktion bei Jaguar Land Rover wird Wolfgang Stadler. Der 55-Jährige ist bisher Leiter des BMW-Werks in Dingolfing.
5342
Leser
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
4835
Leser
Noch vor zwei Wochen hatte Chrysler einen Rückruf von 2,7 Millionen Jeeps kategorisch abgelehnt. Nun knickt der Hersteller zumindest teilweise ein.
2903
Leser
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler stellt weitere Weichen, um die Pkw-Vertriebsorganisation in China schlagkräftiger zu machen. In der Zentrale in Stuttgart wurde ein eigener Bereich "Vertriebssteuerung China“ geschaffen, dessen Leitung der ehemalige Audi-Manager Bernhard Auer übernimmt.
2744
Leser
Der Chef der weltweiten Marketing-Kommunikation bei Volkswagen, Giovanni Perosino, wechselt zur Konzerntochter Audi nach Ingolstadt.
2481
Leser
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
2258
Leser
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
2073
Leser
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."