Die auf Geschäftskunden fokussierte IT-Sparte der Deutschen Telekom halbiert die Zahl der operativen Geschäftsbereiche und verkleinert die Geschäftsführung.
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Bonn. T-Systems verschlankt die Organisation und verkleinert die Geschäftsführung. Mit diesem Schritt will sich die auf Geschäftskunden ausgerichtete IT-Sparte der Deutschen Telekom stärker auf die Bedürfnisse des Marktes ausrichten und die Profitabilität erhöhen. "T-Systems hat sich in den letzten fünf Jahren innerhalb und außerhalb der Telekom einen Namen gemacht - mit Big Deals, Cloud-Angeboten und Innovationen im Bereich der intelligenten Netze für die Automobil-, Energie- und Gesundheitsbranche. In all diesen Bereichen spielt die Cloud eine zunehmend wichtige Rolle. Mit der schlankeren Ausrichtung für die Cloud sind alle Weichen auf weiteres Wachstum gestellt", so T-Systems-Chef und Telekom-Vorstand Reinhard Clemens. "Immer mehr Großkunden nutzen für ihr Kerngeschäft die Cloud. Deshalb ist jetzt die Zeit reif, dass wir uns von Geschäftsprozessen lösen, die noch auf alten Outsourcing-Modellen beruhen." Im Zuge der Neuorganisation halbiert T-Systems die Zahl der operativen Geschäftsbereiche. Ab 2013 wird es nur noch den Bereich "Sales" (Vertrieb) und den Bereich "Delivery" (Liefer- und Leistungsbeziehungen) geben. Die Vertriebsverantwortung übernimmt Hagen Rickmann, Delivery-Chef wird Ferri Abolhassan. Die bislang achtköpfige Geschäftsführung wird gestrafft: Dietmar Wendt, bisher Geschäftsführer Vertrieb, und Ulrich Meister, bisher Geschäftsführer Systems Integration, verlassen zum Jahresende das Unternehmen "auf eigenen Wunsch", wie es in der Pressemitteilung heißt. T-Systems ist im Ranking der Automobilwoche mit einem Umsatz von 700 Millionen Euro der mit Abstand größte IT-Dienstleister der Autoindustrie in Deutschland. In diesem Jahr hat T-Systems mit dem Daimler-Konzern sowie Zulieferer Georg Fischer nach eigenen Angaben "bedeutende Abschlüsse" erreicht.
Margenziel vier Prozent Die Deutsche Telekom hat bereits im Sommer wichtige Restrukturierungmaßnahmen auf den Weg gebracht. Im Juli waren die gesamten konzerninternen IT-Aktivitäten in Deutschland in der Telekom IT gebündelt worden, die wiederum Teil der Sparte T-Systems ist. Telekom IT ist als Dienstleister für die EDV der Deutschen Telekom zuständig. Mit der Neuformierung hat der Bonner Konzern das alte Vergütungssystem abgeschafft: Nun erhält die Telekom IT keine marktüblichen Margen mehr auf die Aufträge. "Dadurch liegt die EBIT-Marge im Systemgeschäft insgesamt deutlich unter den früher ausgewiesenen Margen", so Telekom-Finanzvorstand Timotheus Höttges bei Vorlage der Drittquartalszahlen. Im dritten Quartal hat T-Systems einen Umsatzrückgang von über zehn Prozent auf 2,245 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 118 auf 39 Millionen Euro zurück. Bereinigt um Sondereinflüsse lag das EBIT bei plus 27 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von zwei Millionen Euro ausgewiesen worden waren. Die bereinigte EBIT-Marge von T-Systems betrug im dritten Quartal 2012 1,2 Prozent. Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus der Umstellung im Zusammenhang mit Telekom IT. Die Telekom will die internen IT-Kosten bis 2015 dauerhaft um eine Milliarde Euro reduzieren. Bis dann soll die EBIT-Marge von T-Systems auf vier Prozent wachsen.
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Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
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