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Millionenstrafe für Toyota
Lexus RX 350: Die US-Behörden haben dem Hersteller vorgeworfen, er habe das Modell das Modell zu spät zurückgerufen.
(Foto: Lexus)
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Dienstag, 18. Dezember 2012, 17.04 Uhr
Der japanische Autobauer Toyota wird einem Medienbericht zufolge eine Strafe in zweistelliger Millionenhöhe zahlen, um ein Verfahren in den USA zu beenden. Dabei ging es um den Vorwurf, der Autobauer habe Rückrufe zu spät veranlasst.

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München. Die Probleme des japanischen Herstellers Toyota reißen nicht ab: Nach Rückruf-Serien und Naturkatastrophen bekommt es der Autobauer jetzt mit Anwälten zu tun: Einem Bericht der Zeitung "USA Today" zufolge hat sich das Unternehmen bereit erklärt, eine Strafe in Höhe von 17,35 Millionen US-Dollar, umgerechnet 13,16 Millionen Euro, zu bezahlen – die höchste vom Gesetz vorgesehene Strafe. Damit beendet Toyota einen Rechtsstreit um einen möglicherweise zu spät erfolgten Rückruf.

Im Juni hatten die Japaner SUVs ihrer Edelmarke Lexus zurückgerufen – betroffen waren die Baureihen RX 3550 und RX 450h aus dem Baujahr 2010. Durch rutschende Fußmatten könnte sich das Gaspedal verklemmen. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hatte dem Hersteller vorgeworfen, der Rückruf sei zu spät erfolgt.

Es ist bereits das vierte Mal innerhalb von nur zwei Jahren, dass Toyota die höchste mögliche Strafe zahlt. In allen Fällen ging es um Vorwürfe, das Unternehmen habe Rückrufe zu spät initiiert. Die massiven Rückrufe – in den USA waren 10,2 Millionen Fahrzeuge betroffen, weltweit waren es 12,4 Millionen – haben Toyotas Image schwer beschädigt, obwohl Untersuchungen später ergaben, dass einige der Unfälle auf Fehler der Fahrer zurückgingen. Der Hersteller hatte damals unter anderem zugesagt, seine internen Abläufe für die Entdeckung und Veröffentlichung von Fehler zu überarbeiten.

Ray Tanguay, verantwortlich für die Qualität bei Toyota in Nordamerika, sagte, das Unternehmen habe der Strafe zugestimmt, um eine zeitraubende Auseinandersetzung zu vermeiden. Künftig wolle der Hersteller seine Prozesse noch weiter verbessern, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Das US-Recht gibt Herstellern fünf Werktage Zeit, die Behörden über sicherheitsrelevante Mängel zu unterrichten. Die NHTSA hat Toyota eigenen Angaben zufolge bereits im Mai kontaktiert, nachdem es Berichte über rutschende Fußmatten in en betreffenden Modellen gegeben hatte. Das Unternehmen habe dann einen Monat für eine Antwort gebraucht.


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