Der japanische Autobauer Toyota wird einem Medienbericht zufolge eine Strafe in zweistelliger Millionenhöhe zahlen, um ein Verfahren in den USA zu beenden. Dabei ging es um den Vorwurf, der Autobauer habe Rückrufe zu spät veranlasst.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
Einbahnstraße: Jährlicher Handel zwischen der EU und Japan in den Jahren 2006 bis 2011
München. Die Probleme des japanischen Herstellers Toyota reißen nicht ab: Nach Rückruf-Serien und Naturkatastrophen bekommt es der Autobauer jetzt mit Anwälten zu tun: Einem Bericht der Zeitung "USA Today" zufolge hat sich das Unternehmen bereit erklärt, eine Strafe in Höhe von 17,35 Millionen US-Dollar, umgerechnet 13,16 Millionen Euro, zu bezahlen – die höchste vom Gesetz vorgesehene Strafe. Damit beendet Toyota einen Rechtsstreit um einen möglicherweise zu spät erfolgten Rückruf.
Im Juni hatten die Japaner SUVs ihrer Edelmarke Lexus zurückgerufen – betroffen waren die Baureihen RX 3550 und RX 450h aus dem Baujahr 2010. Durch rutschende Fußmatten könnte sich das Gaspedal verklemmen. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hatte dem Hersteller vorgeworfen, der Rückruf sei zu spät erfolgt.
Es ist bereits das vierte Mal innerhalb von nur zwei Jahren, dass Toyota die höchste mögliche Strafe zahlt. In allen Fällen ging es um Vorwürfe, das Unternehmen habe Rückrufe zu spät initiiert. Die massiven Rückrufe – in den USA waren 10,2 Millionen Fahrzeuge betroffen, weltweit waren es 12,4 Millionen – haben Toyotas Image schwer beschädigt, obwohl Untersuchungen später ergaben, dass einige der Unfälle auf Fehler der Fahrer zurückgingen. Der Hersteller hatte damals unter anderem zugesagt, seine internen Abläufe für die Entdeckung und Veröffentlichung von Fehler zu überarbeiten.
Ray Tanguay, verantwortlich für die Qualität bei Toyota in Nordamerika, sagte, das Unternehmen habe der Strafe zugestimmt, um eine zeitraubende Auseinandersetzung zu vermeiden. Künftig wolle der Hersteller seine Prozesse noch weiter verbessern, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Das US-Recht gibt Herstellern fünf Werktage Zeit, die Behörden über sicherheitsrelevante Mängel zu unterrichten. Die NHTSA hat Toyota eigenen Angaben zufolge bereits im Mai kontaktiert, nachdem es Berichte über rutschende Fußmatten in en betreffenden Modellen gegeben hatte. Das Unternehmen habe dann einen Monat für eine Antwort gebraucht.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
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Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
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