Der Ingolstädter Premiumhersteller Audi wird im kommenden Jahr darüber entscheiden, ob er die Produktion in Brasilien wieder aufnimmt. Das südamerikanische Land gilt als einer der wIchtigsten Wachstumsmärkte - doch vor Kurzem hat die Regierung die Gesetze verschärft.
Wertentwicklung der Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen vom 1.1.2000 bis zum 31.12.2011
Sao Paulo. Audi will im kommenden Jahr entscheiden, ob das Unternehmen erneut eine Produktion in Brasilien startet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Konkurrent BMW plant ein Werk dort, ebenso wie die japanischen Marken Acura und Infiniti, Tochterfirmen von Honda und Nissan.
"Wir stehen am Anfang des Projekts und haben noch nichts entschieden", sagt Leandro Radomile, der Chef von Audi in Brasilien. Die einfachste Option wäre es, wenn Audi das bereits bestehende Werk der Konzernmutter Volkswagen mit nutzen würde, schreibt unsere Schwesterzeitung Automotive News Europe. Diese Möglichkeit hat das Unternehmen schon einmal genutzt: Von 2000 bis 2006 wurde im VW-Werk im Bundesstaat Parana das Kompaktmodell A3 produziert.
Die brasilianische Regierung hat durch höhere Steuern auf im Ausland hergestellte Fahrzeuge und Beschränkung der Importe aus Mexiko das Geschäft der Autobauer erschwert. Audi hatte geplant, in diesem Jahr 5700 Autos in Brasilien zu verkaufen. Ie neuen Bestimmungen erlauben jedoch nur den Import von 4800 Fahrzeugen. Auf weitere muss eine erhöhte Steuer von 30 Prozent gezahlt werden.
Brasilianischer Markt wächst weiter Der brasilianische Markt, der viertgrößte der Welt, wächst nach wie vor. Honda teilte im Oktober mit, dass seine Marke Acura dort ab 2015 angeboten wird, Nissan will den Verkauf von Infiniti-Modellen 2014 starten. "Die Reichen werden reicher in Brasilien", sagte der stellvertretende Vorsitzende von General Motors in Südamerika, Jaime Ardila, auf der Sao Paulo Motor Show in diesem Jahr. "Es ist Zeit, darüber nachzudenken, ob wir Cadillac dort anbieten."
BMW hat im Oktober angekündigt, 200 Millionen Euro in ein Werk im südlichen Bundesstaat Santa Catarina bauen und dort ab Ende 2014 bis zu 30.000 Fahrzeuge produzieren zu wollen. Der schwedische Autobauer Volvo rechnet damit, das der Markt für Premiumautos in Brasilien bis 2016 von heute 50.000 Fahrzeugen im Jahr auf zwischen 120.000 und 13000 Autos wachsen wird.
Audi untermauert seine ambitionierten Wachstumsziele mit einem Werk in Mexiko. Noch liegt die Volkswagen-Tochter, die spätestens 2020 weltweit mehr als zwei Millionen Fahrzeuge... » mehr lesen
Jetzt also doch. Nach langer Suche und zähen Verhandlungen hat BMW sich entschieden: Für rund 200 Millionen Euro bauen die Bayern ihre erste Fabrik in Brasilien, in der ab 2014... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.