Der Ingolstädter Premiumhersteller Audi wird im kommenden Jahr darüber entscheiden, ob er die Produktion in Brasilien wieder aufnimmt. Das südamerikanische Land gilt als einer der wIchtigsten Wachstumsmärkte - doch vor Kurzem hat die Regierung die Gesetze verschärft.
Umsatzentwicklung von Dekra im Automobilgeschäft (in Millionen Euro)
Sao Paulo. Audi will im kommenden Jahr entscheiden, ob das Unternehmen erneut eine Produktion in Brasilien startet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Konkurrent BMW plant ein Werk dort, ebenso wie die japanischen Marken Acura und Infiniti, Tochterfirmen von Honda und Nissan.
"Wir stehen am Anfang des Projekts und haben noch nichts entschieden", sagt Leandro Radomile, der Chef von Audi in Brasilien. Die einfachste Option wäre es, wenn Audi das bereits bestehende Werk der Konzernmutter Volkswagen mit nutzen würde, schreibt unsere Schwesterzeitung Automotive News Europe. Diese Möglichkeit hat das Unternehmen schon einmal genutzt: Von 2000 bis 2006 wurde im VW-Werk im Bundesstaat Parana das Kompaktmodell A3 produziert.
Die brasilianische Regierung hat durch höhere Steuern auf im Ausland hergestellte Fahrzeuge und Beschränkung der Importe aus Mexiko das Geschäft der Autobauer erschwert. Audi hatte geplant, in diesem Jahr 5700 Autos in Brasilien zu verkaufen. Ie neuen Bestimmungen erlauben jedoch nur den Import von 4800 Fahrzeugen. Auf weitere muss eine erhöhte Steuer von 30 Prozent gezahlt werden.
Brasilianischer Markt wächst weiter Der brasilianische Markt, der viertgrößte der Welt, wächst nach wie vor. Honda teilte im Oktober mit, dass seine Marke Acura dort ab 2015 angeboten wird, Nissan will den Verkauf von Infiniti-Modellen 2014 starten. "Die Reichen werden reicher in Brasilien", sagte der stellvertretende Vorsitzende von General Motors in Südamerika, Jaime Ardila, auf der Sao Paulo Motor Show in diesem Jahr. "Es ist Zeit, darüber nachzudenken, ob wir Cadillac dort anbieten."
BMW hat im Oktober angekündigt, 200 Millionen Euro in ein Werk im südlichen Bundesstaat Santa Catarina bauen und dort ab Ende 2014 bis zu 30.000 Fahrzeuge produzieren zu wollen. Der schwedische Autobauer Volvo rechnet damit, das der Markt für Premiumautos in Brasilien bis 2016 von heute 50.000 Fahrzeugen im Jahr auf zwischen 120.000 und 13000 Autos wachsen wird.
Audi untermauert seine ambitionierten Wachstumsziele mit einem Werk in Mexiko. Noch liegt die Volkswagen-Tochter, die spätestens 2020 weltweit mehr als zwei Millionen Fahrzeuge... » mehr lesen
Jetzt also doch. Nach langer Suche und zähen Verhandlungen hat BMW sich entschieden: Für rund 200 Millionen Euro bauen die Bayern ihre erste Fabrik in Brasilien, in der ab 2014... » mehr lesen
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."