Freitag, 14. Dezember 2012, 13.24 Uhr
ZF-Chef Stefan Sommer konnte für den Zulieferer einen neuen Rekordumsatz vermelden. Doch die Rahmenbedingungen für die Branche verändern sich und fordern ein schnelles und flexibles Handeln.
Friedrichshafen. Trotz einer sich abkühlenden Konjunktur hat der Zulieferer ZF Friedrichshafen im Geschäftsjahr 2012 den Umsatz um zwölf Prozent auf die neue Rekordmarke von rund 17,4 Millionen Euro verbessern können. Aber hohe Vorleistungen in neue Produkte und Sachanlagen drücken auf die Marge.
Das Beispiel des Getriebeherstellers vom Bodensee zeigt, dass sich die Herausforderungen für die Zulieferer geändert haben. ZF-Vorstandschef Stefan
Sommer spricht von einer großen Polarität, die es zu handhaben gelte. Das betrifft Produkte, Märkte und Segmente, die sich im positiven wie negativen Sinn stärker verändern als ursprünglich oftmals angenommen.
Gefordert ist daher ein hohes Maß an Flexibilität gepaart mit der nötigen Ruhe und Langfristplanung. Speziell in der großen Krise 2008/2009 hat der Zulieferer bewiesen, dass im Stiftungsunternehmen in größeren Zeiträumen gedacht wird und man sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Da hilft es, dass man nicht quartalsgetrieben agieren muss. Diese Rahmenbedingungen sollten Stefan Sommer das notwendige Fundament bieten, um mehr Bälle schneller jonglieren zu können.
ZF baut Vorstand um
Großer Umbau beim Zulieferer ZF Friedrichshafen: Der Vorstand wird neu aufgestellt und von acht auf sechs Mitglieder verkleinert. Parallel dazu hebt das Unternehmen vom Bodensee...
» mehr lesen
ZF baut Vorstand um
Im Lauf des kommenden Jahres wird beim Zulieferer ZF Friedrichshafen ein neues Vorstandskonzept umgesetzt. Die bisherige Trennung ...
» mehr lesen
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Werkstätten und Kunden des Premiumherstellers BMW müssen derzeit teilweise wochenlang auf Ersatzteile warten. Grund ist eine Software-Umstellung.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Neuer Vorstand für Produktion bei Jaguar Land Rover wird Wolfgang Stadler. Der 55-Jährige ist bisher Leiter des BMW-Werks in Dingolfing.
Der Chef der weltweiten Marketing-Kommunikation bei Volkswagen, Giovanni Perosino, wechselt zur Konzerntochter Audi nach Ingolstadt.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."
Der ZDK-Präsident will sich im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl stellen