Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
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Bosch sieht keine Erholung und will Fixkosten senken
Volkmar Denner von Bosch: Der promovierte Physiker aht den Vorsitz der Geschäftsführung zum 1. Juli in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld übernommen. (Foto: Bosch)
Der Stuttgarter Automobilzulieferer und Technologiekonzern bereitet sich vor dem Hintergrund der weltweit durchhängenden Konjunktur auf mittelfristig geringere Wachstumsraten vor. Die weltweite Kfz-Produktion dürfte 2013 um vier Prozent zulegen.
Der Lackieranlagenhersteller Dürr hat 2012 Rekorde bei Umsatz und Gewinn eingefahren.
Stuttgart. Robert Bosch rechnet mit einer länger anhaltenden weltweiten Konjunkturdelle und bereitet die Mitarbeiter deshalb auf einen Sparkurs vor. "Es ist uns nicht gelungen, unsere Fixkosten schnell genug an die rückläufige Konjunktur anzupassen. Wir haben uns lange der Hoffnung hingegeben, die geplanten Umsätze zu erreichen, anstatt uns mit einer vorsichtigen Kostenplanung auf einen flacheren Wachstumspfad vorzubereiten", wendet sich Bosch-Chef Volkmar Denner in der neuesten Ausgabe der Mitarbeiterzeitung "Bosch Zünder" an die eigene Belegschaft. Hier müsse Bosch korrigierend eingreifen, "da wir 2013 nicht mit einer durchgreifenden Erholung rechnen". Insbesondere in Europa bleibe die Lage schwierig. Auch die weltweite Kfz-Nachfrage wird sich laut Bosch weiter abkühlen. "2013 dürfte nicht leicht werden. Wir prognostizieren derzeit ein Produktionsplus von weltweit bestenfalls rund vier Prozent, wobei hier noch ein leichtes Plus in Europa unterstellt ist. Die sich eintrübenden Aussichten für Europa könnten auch dazu führen, dass die Produktion dort gegenüber 2012 schrumpft", so Peter Tyroller, der in der Geschäftsführung von Bosch für Vertrieb und automotive Aftersales verantwortlich ist, in einem gesonderten Interview in der Mitarbeiterzeitung. Im wichtigen Wachstumsmarkt China rechnet der Manager mit einem Produktionsplus von sieben Prozent.
Erhebliche Gewinnbelastung 2012 Für dieses Jahr hat sich der Bosch-Konzern ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent zum Ziel gesetzt. Das Erreichen der Zielmarge werde schwierig, so die Stuttgarter im April. Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Schwaben einen Gruppenumsatz von 51,5 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Vorsteuergewinn wurde von hohen Abschreibungen auf 2,6 Milliarden Euro gedrückt. Die Vorsteuerrendite lag damit bei 5,1 Prozent - deutlich unter dem angestrebten Zielkorridor von sieben bis acht Prozent und unter dem Vorjahreswert von 7,4 Prozent. Nach Steuern schwächte sich der Gewinn um fast 670 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro ab. Die Kfz-Technik erwies sich dagegen als stabile Ertragssäule: Sie schrieb einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,3 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite betrug 7,7 Prozent. In den meisten Geschäftsbereichen ist in diesem Jahr der Umsatz gewachsen, berichtet Denner weiter. Dennoch seien einige Bereiche besonders hart vom wirtschaftlichen Einbruch in Südeuropa und der schwachen Entwicklung in Südamerika betroffen oder sähen konjunkturelle Bremsspuren in Asien. "Hinzu kommt die äußerst schwierige Situation in der Photovoltaik. Dies alles belastet unseren Gewinn erheblich", so der Bosch-Chef.
Für die Teilnehmer der Automobilwoche Konferenz "Das vernetzte Fahrzeug“ war die Sache schon im Mai 2011 ziemlich klar: Volkmar Denner, damals bei Bosch verantwortlich für... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.