Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
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Daimler zieht Reißleine in Österreich
Pappas Zentrale in Salzburg: Die Gruppe ist mit rund 2400 MitarbeiterInnen eines der größten Automobilhandelsunternehmen in Österreich. Das Retail-Netz umfasst 35 Verkaufs- und Servicebetriebe in Tirol, Salzburg, Ober- und Niederösterreich, Wien, der Steiermark sowie in Oberbayern und Ungarn. (Foto: Pappas)
Der Stuttgarter Autohersteller trennt sich von seinem langährigen Importeurs-Partner, dem österreichischen Autohändler Pappas. Daimler übernimmt die Anteile an den bislang gemeinsamen Import- und Finanzierungsgesellschaften komplett und will damit die Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Die Rangliste der in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe führt seit Jahren mit deutlichem Abstand Biodiesel an.
Stuttgart/Salzburg. Auf der Jagd nach einer besseren Marktausschöpfung und höheren Rendite in Österreich und Ungarn will Daimler das lokale Importeurs- und Finanzierungsgeschäft künftig in Eigenregie betreiben. Zu diesem Zweck trennt sich der Stuttgarter Autohersteller von seinem langjährigen Großhandels-Partner, der Pappas Gruppe. "Unsere Neuaufstellung in Österreich ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung unserer weltweiten Vertriebsstrategie. Durch die komplette Übernahme der Importeursfunktion können wir in Zukunft noch effizienter und schlagkräftiger agieren", so Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt. Auf dem österreichischen Pkw-Markt hat Mercedes derzeit einen Marktanteil von 3,2 Prozent. In den ersten elf Monaten wurden 10.059 Mercedes-Modelle zugelassen. Konkurrent BMW liegt bei 4,8 Prozent Marktanteil, Audi gar bei 6,3 Prozent oder 19.913 Neuzulassungen. Österreich war bisher der einzige Kernmarkt in Europa, in dem die Wholesale-Funktion nicht komplett in der Hand der Daimler AG lag. Mit der Neuordnung der Geschäftsbeziehung übernimmt Daimler den jeweils 50-prozentigen Anteil von Pappas an den Großhandelsgesellschaften in Österreich (Mercedes-Benz Österreich Vertriebs GmbH) und Ungarn (Mercedes-Benz Hungaria Kft) sowie an den Mercedes-Benz Financial Services Austria (49 Prozent) und den Mercedes-Financial Service-Gesellschaften in Ungarn (10 Prozent). Pappas bleibt mit 35 Verkaufs- und Servicebetrieben der größte Händler der Daimler-Marken in Österreich und Ungarn. Bernhard Denk, Geschäftsführer von Mercedes-Benz Österreich, wird das Unternehmen verlassen. Daimler hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnet und das Renditeziel von zehn Prozent für die Pkw-Sparte einkassiert. Nun soll ein Spar- und Effizienzsteigerungsprogamm namens "Fit for Leadership" Einsparungen von zwei Milliarden Euro bis 2014 bringen. Probleme hat Mercedes-Benz Cars vor allem in China, wo die Konkurrenten BMW und Audi nicht nur zweistellige Absatzzuwächse verzeichnen, sondern auch hohe Renditen einfahren. Während BMW im November um über 60 Prozent und Audi um über 30 Prozent gewachsen sind, hat Mercedes einen Rückgang von 6,6 Prozent ausgewiesen. Auch im Reich der Mitte sind nicht wettbewerbsfähige Vertriebsstrukturen Ursache für die mangelnde Marktausschöpfung. Die Handelsorganisationen für lokal produzierte Fahrzeuge und die Importeursgesellschaft machen sich Konkurrenz. Außerdem ist die Importeursgesellschaft so wie in Österreich und Ungarn nicht im alleinigen Besitz von Daimler. "Nach der zu erwartenden Genehmigung durch die Kartellbehörde wird sich Pappas damit sowohl in Österreich als auch in Ungarn verstärkt auf das Automobil-Einzelhandels- und -Kundendienstgeschäft konzentrieren", erklärte Gerhard Haggenmiller, Finanzdirektor der Pappas Gruppe, die im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 966 Millionen Euro eingefahren hat.
Ersatzteillogistik aus Deutschland heraus Mit der Strukturänderung wird die Daimler AG auch den Großhandel mit Ersatzteilen für Österreich über die europäische Ersatzteillogistik neu organisieren. Bis zur Neustrukturierung wird der österreichische Markt wie bisher über das Pappas-Zentralersatzteillager Salzburg versorgt, ab 2014 dann über das Ersatzteil-Logistik-Center Nürnberg der Daimler AG. Das Zentralersatzteillager Salzburg wird Ende 2013 geschlossen. Davon sind 110 der über 2400 Beschäftigte der Pappas-Gruppe betroffen. Das Unternehmen will gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Sozialplan ausarbeiten, die Mitarbeiter bei der Stellenbewerbung unterstützen und auch nachhaltig betreuen. Haggenmiller ist optimistisch, dass für jeden einzelnen der betroffenen Mitarbeiter eine Lösung gefunden werden kann: "Da die Schließung erst Ende des kommenden Jahres geplant ist, verbleibt ausreichend Zeit, um in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und dem Arbeitsmarktservice neue Arbeitsplätze zu vermitteln." Die Pappas Gruppe konzentriert sich auf das Automobil-Einzelhandels- und Kundendienstgeschäft in Österreich, Ungarn und Süddeutschland. "Mercedes-Benz bleibt unverändert unsere Kernmarke", unterstrich Friedrich Lixl, Vertriebsveranwortlicher des Unternehmens. "Bei der Zusammenarbeit mit den Importeuren in Österreich und Ungarn und den Finanzierungsgesellschaften in den beiden Ländern erwarten wir eine weitere Professionalisierung für den gemeinsamen Erfolg." Daimler hat das Ziel herausgegeben, die Marktanteile bei Pkw und Nutzfahrzeugen in den nächsten Jahren deutlich zu steigern.
Pappas steigert Absatz um fünf Prozent In diesem Jahr hat der Händler per Oktober mit über 18.000 verkauften Pkw und Nutzfahrzeugen den Absatz um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. In den letzten zehn Jahren wurden über 100 Millionen Euro investiert. Erst vor kurzem wurde in Linz das neue Jahres- und Gebrauchtwagenzentrum eröffnet, für das 1,6 Millionen Euro aufgewendet wurden. Daimler ist bereits seit 1893 auf dem österreichischen Markt aktiv. 1960 wurde Pappas zum Generalimporteur für Salzburg und hat gemeinsam mit der Wiesenthal-Gruppe, den Firmen Schneider und Teissl den Mercedes-Benz Vertrieb in Österreich aufgebaut. Seit 1979 wurde der Fahrzeuggroßhandel für Österreich gemeinsam durch Pappas und die Daimler AG betrieben.
Daimler treibt die Neuausrichtung des Vertriebs im wichtigen chinesischen Markt mit Hochdruck voran. "Wir werden auch dieses Jahr einen neuen Bestwert in China erzielen, haben... » mehr lesen
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
War das nur ein Missverständnis, oder vielleicht doch eher Missmanagement? Opel hat am Freitag seine Haltung korrigiert, das Werk Bochum bereits Ende 2014 vollständig zu schließen. Nun hat der Vorstand umdisponiert, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen soll doch noch bis ins Jahr 2016 hinein bestehen bleiben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.