Fiat-Firmenchef Sergio Marchionne plant für seine Edelmarke Alfa Romeo im nächsten Jahr genau ein neues Auto: den Mittelmotor-Sportwagen 4C. Von der Giulietta wird es zudem eine Kombiversion geben. Auf einen Nachfolger des 2011 eigestellten 159 müssen Alfisti noch bis 2014 warten. Man stelle sich vor, Audi würde drei Jahre keinen A4 mehr anbieten oder BMW keinen Dreier. Unfassbar, was Marchionne der Mailänder Traditionsmarke zumutet.
Aktueller durchschnittlicher Verbrauch der Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes in China und Ziele in den Jahren 2015 und 2015
Das Jahr 2013 wird für die Automobilindustrie in Deutschland und Europa nicht einfach: Hierzulande wird die Nachfrage auf drei Millionen Neuwagen sinken, schätzt der VDA. Und in West- und Südeuropa ist keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil: In den Automärkten Frankreich, Spanien und Italien dürfte die Rezession weitergehen. Wer wissen will, welche Automarken unter diesen schwierigen Bedingungen zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern gehören werden, der muss sich nur die Liste der Fahrzeugneuvorstellungen des nächsten Jahres und das Alter des Neuwagenangebots anschauen. Zum Beispiel im Fiat-Konzern: Firmenchef Sergio Marchionne plant für seine Edelmarke Alfa Romeo im nächsten Jahr genau ein neues Auto: den Mittelmotor-Sportwagen 4C. Von der Giulietta wird es zudem eine Kombiversion geben. Auf einen Nachfolger des 2011 eingestellten 159 müssen Alfisti noch bis 2014 warten. Man stelle sich vor, Audi würde drei Jahre keinen A4 mehr anbieten oder BMW keinen Dreier. Unfassbar, was Marchionne der Mailänder Traditionsmarke zumutet. Auch die Produktpläne der Kernmarke Fiat spenden der gequälten Händlerschaft wenig Trost: Der 500L bekommt lediglich eine dritte Sitzreihe und als „Trekking" ein paar angeklebte Kunststoffteile. Ach ja, der 500er und der Bravo werden überarbeitet. Wann hat Fiat eigentlich zuletzt ein von Grund auf neu entwickeltes Modell auf den Markt gebracht? Und: Wie will Fiat so das nächste Jahr überleben? Ohne die Chrysler-Gewinne wäre wohl der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Das können andere besser: Ford bringt mit dem neuen Kuga, dem Fiesta-Facelift und dem Mini-SUV Ecosport gleich drei neue Modelle, die den Trend des europäischen Markts genau treffen. Mercedes wird mit der fast neuen E-Klasse, dem viertürigen Kompakt-Coupé CLA und der S-Klasse drei wichtige Neuerscheinungen anrollen lassen, neben einer ganzen Reihe neuer Varianten. Toyota erneuert mit Auris und RAV4 seine zwei meistverkauften Modelle. VW lebt gut mit dem neuen Golf und schiebt zum Herbst die Variant-Version nach, neben weiteren Derivaten des Bestsellers. Erfolgreiche Autohersteller folgen in solchen Krisenzeiten eben der Regel, dass man sich seine eigene Konjunktur schaffen muss.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."