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Renault verlagert Aftersales-Logistik in die Cloud
Renault-Logo: Der französische Hersteller will die Ersatzteilversorgung verbessern und deren Kosten senken.
(Foto: Renault)
Autor:
Matthias Krust
mkrust@craincom.de
Mittwoch, 05. Dezember 2012, 14.16 Uhr
Der französische Autohersteller Renault setzt bei der Versorgung der Exportmärkte mit Ersatzteilen auf die cloudbasierte Kollaborationsplattform des US-Betreibers GT Nexus.

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Boulongne-Billancourt. Renault verlangert sein Ersatzteil-Logistikmanagement in die Cloud: Zur Versorgung der Exportmärkte nutzt der französische Hersteller die Supply Chain Plattform des US-Betreibers GT Nexus mit Sitz in Oakland. "Die Emerging Markets sind hart umkämpft. Deshalb will Renault dort auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Zubehör auf höchstem Niveau gewährleisten und gleichzeitig die Sicherheits-, Lagerbestände und Kosten für Expresssendungen senken", sagt Francesca Gamboni, After Sales Logistics Vice President der Renault Gruppe. "GT Nexus liefert die technologische Grundlage zur Erreichung dieser Ziele. Die Plattform nimmt eine Schlüsselrolle ein, weil wir über sie Bestellungen und Sendungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg in Echtzeit verfolgen können."
Das Ersatzteilgeschäft bei Renault umfasst 110 Exportdestinationen und 7000 Händler in Lateinamerika, Afrika, dem Mittleren Osten und in Asien. Renault nutzt eine breite Spanne von Anbietern in den Bereichen Land-, Luft-, See- und KEP-Transporte, um Waren in entlegene Märkte zu senden. Das Ersatzteilprogramm umfasst über 200.000 Artikel, die von 1700 Lieferanten bezogen werden. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Pilotphase für die Lieferketten von Ersatzteilen zwischen Frankreich und wichtigen Märkten wie Brasilien, Saudi Arabien und Südafrika will Renault nun die Plattform von GT Nexus für alle Exportmärkte der Welt einsetzen. 
Auf der Plattform arbeiten Handel, Industrie, Logistikdienstleister und Banken mit einem gemeinsamen Datenbestand und optimieren über verschiedene Handels- und Logistikfunktionen ihre globalen Waren-, Informations- und Handelsdokumentenflüsse von der Bestellaufgabe bis zur Bezahlung.
 

CNH und Caterpillar sind Kunden
Das Arbeiten mit einem gemeinsamen, zentralen Datenbestand ermöglicht Anwendungen, die weit über die Fähigkeiten herkömmlicher "Track-und-Trace-Software" hinausgehen, wie GT Nexus betont. So könne Renault beispielsweise den Anteil seiner nach Zeit und Menge korrekt erfüllten Auftragspositionen (on-time, in-full) vom Zeitpunkt der Bestellung bis hin zur Auslieferung beim Händler in Übersee in Echtzeit überwachen. Darüber hinaus ermöglicht GT Nexus es, der Logistikabteilung von Renault die Performance von Transportdienstleistern in Bezug auf Zuverlässigkeit zu messen.
Nach Angaben von GT Nexus sind heute mehr als 15.000 Unternehmen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette auf der Plattform aktiv.Dazu gehören unter anderem der Bau- und Landmaschinenhersteller CNH aus dem Fiat-Industrial-Konzern und der Baumaschinenspezialist Caterpillar.
 
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