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Audi wählt Duisburger Hafen für CKD-Exporte
Audi-Standort am Duisburger Hafen: Auf dem Gelände des "logport-II" im Duisburger Hafen will Audi ab Spätsommer 2013 einen Großteil seiner CKD-Fahrzeugteile für China und Indien sowie später auch für Mexiko umschlagen lassen. (Foto: Duisport)
Audi hat den Duisburger Hafen zu seinem künftig weltgrößten Standort für CKD-Exporte nach China, Indien und künftig auch Mexiko gewählt. Die Ingolstädter beauftragten dafür den Automobillogistiker Schnellecke Logistics. Die Duisburger Hafengesellschaft duisport wird selber 25 Millionen Euro in das Projekt investieren, wodurch 500 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen sollen.
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Duisburg/Düsseldorf. Die Audi AG wird schon im nächsten Jahr einen Großteil ihrer CKD-Logistik über den Duisburger Binnenhafen abwickeln. Für den Autohersteller investiert dazu die Duisburger Hafengesellschaft duisport mehr als 25 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum im direkt am Rhein gelegenen "Logport-II"-Areal. Mit der eigentlichen Logistikaufgabe beauftragte Audi den Automobillogistiker Schnellecke Logistics. Schnellecke soll bereits ab Spätsommer 2013 in dem neuen Zentrum im Auftrag von Audi Fahrzeugteile für die Modelle A4, A6, Q3, Q5 und Q7 in dem CKD-Hub (Completely Knocked Down) seefest verpacken und in Container umladen. Diese Container gehen dann fast ausschließlich per Binnenschiff und Bahn in die beiden Nordsee-Tiefhäfen Antwerpen und Rotterdam, wo sie auf Containerschiffe der chinesischen Reederei Cosco verladen und in die Zielhäfen in China, Indien und künftig auch Mexiko gebracht werden. Insgesamt plant Audi bei voller Auslastung mit einem Umschlag von 800.000 Kubikmetern Automobilteilen pro Jahr. Das entspricht rund 16.000 Containern. Diese Menge an Komponenten sei ausreichend, um rund 400.000 Fahrzeuge bauen zu können, erklärte Michael Hauf, Leiter der Audi-Markenlogistik. Künftig würden rund 500 Lieferanten etwa 4000 Teile und Komponenten nach Duisburg transportieren, so Hauf. Während diese Anlieferung weit überwiegend per LKW erfolge, solle der Weitertransport in die Nordseehäfen möglichst komplett per Bahn und Binnenschiff abgewickelt werden. Dadurch könnten jährlich rund 13.000 Lkw-Transporte vermieden werden.
Duisburger Hafen auch für andere VW-Marken interessant Hauf zufolge könnte das Audi-Engagement in Duisburg der Auftakt für weitere CKD-Umschläge der Volkswagen-Gruppe in dem größten Binnenhafen Europas sein. "Unser Vorhaben in Duisburg ist in der VW-Gruppe abgestimmt und wird mit großem Interesse von anderen Marken der Gruppe beobachtet," sagte Hauf. Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen. Die komplexe und aufwändige CKD-Abwicklung in die Produktionsstandorte in China, Indien und künftig auch Mexiko ist nötig, weil es die meisten Autohersteller trotz aller Bemühungen nicht schaffen, die fern vom Heimatstandrot gelegenen Produktionsstätten vollständig durch örtliche Lieferanten zu beliefern. "Unsere Lokalisierungsquote in China liegt je nach Modell zwischen 50 und 85 Prozent", sagte dazu Hauf. Nach Erfahrungen der Audi-AG sei es fast nicht möglich, eine höhere Quote als 85 Prozent zu erzielen. Denn bestimmte Baugruppen könnten in diesen Ländern entweder gar nicht oder nur unter erhöhten Kosten oder Qualitätseinbußen beschafft werden. Bestimmte andere Kompontenten wie Sitze, Stoßfänger und Türverkleidungen dagegen würden bei Audi in der Regel schon zu 100 Prozent lokal beschafft.
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