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Wissmann sieht Chancen für guten Auftakt eines "harten Arbeitsjahres"
Matthias Wissmann: Der Präsident des VDA schätzt die Zahl der weltweit neu zugelassenen Fahrzeuge für nächstes Jahr auf rund 70 Millionen.
(Foto: VDA)
Dienstag, 04. Dezember 2012, 13.57 Uhr
Matthias Wissmann will Mut machen für den Jahresauftakt. Schon im Januar und Februar könne es wieder Signale für einen weltweiten Aufschwung geben.

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Berlin. "Der Verband der Automobilindustrie stellt sich nicht auf ein bevorstehendes Krisenjahr 2013 ein." So lautete ein Fazit des VDA-Präsidenten Matthias Wissmann. Zum Ausblick auf 2013 sagte Wissmann: "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass wir im Januar, Februar wieder Signale eines weltweiten Anziehens erleben". Wissmann schwor die Branche aber auch auf ein "hartes Arbeitsjahr" ein. Die Erwartung des VDA von 70 Millionen Neuzulassungen weltweit basiert auch auf der Einschätzung, dass die Märkte USA und China weiter wachsen. Mit drei Millionen Neuzulassungen läge der deutsche Markt im nächsten Jahr leicht unter den für 2012 erwarteten 3,1 Millionen. Für Westeuropa sieht Wissmann die Lage allerdings schwierig.
Mit Blick auf das nahende Jahrensende erwartet Wissman für den weltweiten Pkw-Markt ein Wachstum von vier Prozent auf knapp 68 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Die wesentlichen Impulsgeber finden sich in China und den USA. So werde der chinesische Markt um rund acht Prozent auf 13,2 Millionen Pkw und der amerikanische Markt um rund 12 Prozent auf 14,3 Millionen verkaufte Fahrzeuge zulegen.
Rückläufig ist hingegen der europäische Markt, der voraussichtlich neun Prozent auf 11,7 Millionen Fahrzeuge einbüßen wird. Am deutlichsten zeigt sich die Krise in Italien, Spanien und Frankreich. Hohe Benzinpreise und die anhaltende Eurokrise fordern hier ihren Tribut.

Premiumstrategie als Erfolgsrezept deutscher Autohersteller
Dass es die deutschen Autobauer derzeit weniger hart trifft als ihre Konkurrenz aus Frankreich und Italien ist nach Einschätzung des VDA ihrer globalen Ausrichtung und ihrer Premiumstrategie zu verdanken. Bei den Premiumfahrzeugen besitzen die deutschen Autobauer einen Weltmarktanteil von 80 Prozent. Davon profitiert auch die Inlandsproduktion. In den vergangenen zehn Jahren wuchs der Anteil der Premiumfertigung im Inland von 48 auf 57 Prozent. "Allein bei unseren Herstellern hängt mehr als jeder zweite inländische Arbeitsplatz an Premium, und dazu kommen natürlich viele Beschäftigte bei unseren Zulieferern", sagte Wissmann.
Durch das stockende Neuwagengeschäft auf dem Privatsektor kommt den Neuzulassungen im gewerblichen Bereich eine wichtige Bedeutung zu. Der Anteil der neu zugelassenen Firmenwagen in diesem Jahr beträgt 30 Prozent, was etwa einer Million Einheiten entspricht. Hier geht auch der CO2-Ausstoß überdurchschnitllich zurück, da die meisten Fahrzeuge verhältnismäßig sparsame Diesel mit Partikelfilter sind.
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