In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
Berlin. "Der Verband der Automobilindustrie stellt sich nicht auf ein bevorstehendes Krisenjahr 2013 ein." So lautete ein Fazit des VDA-Präsidenten Matthias Wissmann. Zum Ausblick auf 2013 sagte Wissmann: "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass wir im Januar, Februar wieder Signale eines weltweiten Anziehens erleben". Wissmann schwor die Branche aber auch auf ein "hartes Arbeitsjahr" ein. Die Erwartung des VDA von 70 Millionen Neuzulassungen weltweit basiert auch auf der Einschätzung, dass die Märkte USA und China weiter wachsen. Mit drei Millionen Neuzulassungen läge der deutsche Markt im nächsten Jahr leicht unter den für 2012 erwarteten 3,1 Millionen. Für Westeuropa sieht Wissmann die Lage allerdings schwierig. Mit Blick auf das nahende Jahrensende erwartet Wissman für den weltweiten Pkw-Markt ein Wachstum von vier Prozent auf knapp 68 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Die wesentlichen Impulsgeber finden sich in China und den USA. So werde der chinesische Markt um rund acht Prozent auf 13,2 Millionen Pkw und der amerikanische Markt um rund 12 Prozent auf 14,3 Millionen verkaufte Fahrzeuge zulegen. Rückläufig ist hingegen der europäische Markt, der voraussichtlich neun Prozent auf 11,7 Millionen Fahrzeuge einbüßen wird. Am deutlichsten zeigt sich die Krise in Italien, Spanien und Frankreich. Hohe Benzinpreise und die anhaltende Eurokrise fordern hier ihren Tribut.
Premiumstrategie als Erfolgsrezept deutscher Autohersteller Dass es die deutschen Autobauer derzeit weniger hart trifft als ihre Konkurrenz aus Frankreich und Italien ist nach Einschätzung des VDA ihrer globalen Ausrichtung und ihrer Premiumstrategie zu verdanken. Bei den Premiumfahrzeugen besitzen die deutschen Autobauer einen Weltmarktanteil von 80 Prozent. Davon profitiert auch die Inlandsproduktion. In den vergangenen zehn Jahren wuchs der Anteil der Premiumfertigung im Inland von 48 auf 57 Prozent. "Allein bei unseren Herstellern hängt mehr als jeder zweite inländische Arbeitsplatz an Premium, und dazu kommen natürlich viele Beschäftigte bei unseren Zulieferern", sagte Wissmann. Durch das stockende Neuwagengeschäft auf dem Privatsektor kommt den Neuzulassungen im gewerblichen Bereich eine wichtige Bedeutung zu. Der Anteil der neu zugelassenen Firmenwagen in diesem Jahr beträgt 30 Prozent, was etwa einer Million Einheiten entspricht. Hier geht auch der CO2-Ausstoß überdurchschnitllich zurück, da die meisten Fahrzeuge verhältnismäßig sparsame Diesel mit Partikelfilter sind.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.