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Opel: Revirement im deutschen Vertrieb
Matthias Seidl: Die 49-jährige Führungskraft ist neuer Opel-Vertriebschef für Deutschland – und stand in früheren Jahren beim Wolfsburger Wettbewerber VW unter Vertrag. (Foto: GM Company)
Die Rüsselsheimer GM-Tochter hat Matthias Seidl als Executive Director Sales, Marketing and Aftersales zum Nachfolger von Imelda Labbé bestimmt. Die Managerin soll sich ab Januar 2013 der Integration des Finanzdienstleisters Ally in das Opel-Geschäft widmen. Neuer Director Sales & Marketing bei Opel Deutschland ist Carsten Saile.
Die Rangliste der in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe führt seit Jahren mit deutlichem Abstand Biodiesel an.
Hamburg. Der in Rüsselsheim ansässige Autobauer Opel, Tochtergesellschaft des US-Konzerns General Motors (GM), vermeldet offiziell eine Reihe personeller Änderungen im Vertriebs- und Marketingbereich. Hinweise aus Handelskreisen, die auf einen alsbald anstehenden Umbau schließen ließen, hatte Automobilwoche bereits am gestrigen Freitag (30. November) auf der Webseite veröffentlicht. Nach Angaben von Opel fungiert Matthias Seidl, 49, seit heute (1. Dezember) als neuer Opel-Vertriebschef für Deutschland. "Als Executive Director Sales, Marketing and Aftersales übernimmt er die Position von Imelda Labbé (45), die zur Executive Director Financial Services ernannt wurde und nach einer Übergangsphase von einem Monat ab 1. Januar die Integration des Finanzdienstleisters Ally in das Opel-Geschäft übernimmt und die Entwicklung strategischer Geschäftsfelder in diesem Bereich vorantreiben wird", heißt es in einer Mitteilung. Demnach hat Seidl zuletzt als Vice President Global Sales & Aftersales bei Saab Automobile im schwedischen Trollhättan gearbeitet. Zuvor stand er 20 Jahre in Diensten des VW-Konzerns, unter anderem als COO bei Volkswagen of America. Seidl ist Bankkaufmann und hat ein MBA-Programm an der University of Wales durchlaufen. Die Personalien kommentierte Alfred E. Rieck, Vice President Sales, Marketing and Aftersales Opel/Vauxhall, mit den Worten: "Mit Matthias Seidl rückt ein Experte an die Spitze des deutschen Opel-Vertriebs, der mit seiner Sachkenntnis und Erfahrung neue Akzente auf unserem Heimatmarkt setzen wird. Imelda Labbé hat in Deutschland in den vergangenen zweieinhalb Jahren richtige Weichen gestellt; wir sind froh, eine erfahrene Managerin wie sie mit der strategisch wichtigen Aufgabe im Finanzdienstleistungsbereich betrauen zu können".
Hoffnung auf "Expansion außerhalb Europas" Wie das Unternehmen überdies verlauten ließ, wird mit sofortiger Wirkung auch die Position des Director Sales & Marketing bei Opel Deutschland neu besetzt: Der 46-jährige Manager Carsten Saile übernimmt das Amt von Jürgen Keller, 46, der laut Opel zum Director International Operations ernannt wurde und künftig die Expansion außerhalb Europas forcieren soll. "Saile ist derzeit Verkaufschef bei Skoda Deutschland und hat zuvor im Vertrieb bei Suzuki und Honda gearbeitet", so das Kommuniqué aus Rüsselsheim. "Seine Karriere in der Automobilindustrie startete er als Verkäufer in einem Volvo-Autohaus". Jürgen Keller ist seit 1993 bei GM in Europa tätig – unter anderem als Geschäftsführer von GM in Österreich, von Chevrolet in Deutschland und von Opel Special Vehicles (OSV). In diesem Zusammenhang teilte Opel zugleich mit, dass im weltweiten Opel-Marketing der 52-jährige Manager Cesare Prati ab sofort die Position des Executive Director Marketing bekleidet. "Prati war seit April 2009 Vertriebschef bei Chevrolet Europe", heißt es zu seinem beruflichen Hintergrund. "Der Wirtschaftswissenschaftler begann seine Karriere bei GM 1987 und war in dieser Zeit unter anderem Marketing-Direktor für Opel und Saab in Italien und Director Marketing Operations bei Opel/Vauxhall in der Rüsselsheimer Unternehmenszentrale". Der Volumenhersteller Opel hat in den vergangenen Jahren gegenüber wichtigen Wettbewerbern wie VW und Hyundai an Boden verloren. Obwohl viele Fahrzeuge der Rüsselsheimer als technisch gute Produkte gelten, schlagen sich die positiven Bewertungen nur begrenzt in handfesten Autoverkäufen nieder – ein Grund dafür ist das in den Augen vieler potenzieller Kunden lädierte Image der Marke. Nach dem Revirement im Vertrieb und im Marketing von Opel dürften daher unter anderem alsbald neue Vorschläge zur Hebung der Rufstärke des traditionsreichen Labels zu erwarten sein.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.