Der Automarkt belohnt selten den forschen Mut einiger Autohersteller, Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, die ihrer Zeit voraus sind. Zu früh zu sein ist oft grausamer als zu spät. Denn auf das Scheitern folgt die Gewissheit, recht gehabt zu haben. Nun ist es der sportliche Premiumhersteller BMW, der sich sehr weit vorwagt und im nächsten Jahr mit dem i3 das erste Auto aus dem Project i auf den Markt bringt. Es wird eine der spannendsten Fragen des nächsten Jahres, ob der Markt den Mut der Münchner belohnt.
Wird GM Karl-Thomas Neumann ausreichend freie Hand lassen, um Opel sanieren zu können?
Mut wird selten belohnt in der Automobilindustrie. Pioniere, die sich zu weit vorwagen, zahlen dafür oft einen hohen Preis. Audi hat 1997 den Hybrid-Wagen Duo auf den Markt gebracht, der auf wenig Interesse stieß. Vier Jahre später war es mit dem Drei-Liter-A2 ähnlich. Der Markt wollte ihn nicht – noch nicht. Heute wäre Audi froh, das Auto noch zu haben. Der Drei-Liter-Lupo von VW kam ebenfalls zur falschen Zeit. Die GTI-Version verkaufte sich doppelt so oft. Mit dem Smart musste Mercedes Jahre der Verluste und des Spotts ertragen, bevor endlich Nachahmer kamen. Und die ersten Elektroautos, die derzeit im Markt sind? Sie stehen sich auf den Höfen der Händler die Reifen platt. Selbst alltagstaugliche Konzepte wie der Opel Ampera ziehen nicht. Zu früh zu sein ist oft grausamer als zu spät. Denn auf das Scheitern folgt die Gewissheit, recht gehabt zu haben. Nun ist es der sportliche Premiumhersteller BMW, der sich sehr weit vorwagt und im nächsten Jahr mit dem i3 das erste Auto aus dem Project i auf den Markt bringt. Nach der IAA steht er dann für rund 40.000 Euro in den Schauräumen. Das wird der Moment der Wahrheit. Kleiner, aber teurer als ein konventionell angetriebener Dreier, muss das Auto mit seiner Technologie überzeugen: Mit Carbonkarosserie und Elektroantrieb soll das Megacity- Vehicle 30.000 Kunden im Jahr finden, um nicht zum finanziellen Desaster zu werden. Da werden beim BMW-Wettbewerber Audi Erinnerungen wach an den A2: Mit Alukarosserie, drei Liter Verbrauch oder neuem Benzin- Direkteinspritzer stand er im Handel neben dem größeren, aber nicht teureren A3. Bei Audi hat das nicht funktioniert. Die Kunden griffen zum konventionellen A3. Und auch bei BMW scheint man sich seiner Sache nicht hundertprozentig sicher zu sein. Deshalb wurde für den ursprünglich als reines Elektroauto konzipierten i3 nachträglich das Konzept geändert: Nun tritt das Megacity-Vehicle auch mit kombiniertem Benzin- und Elektroantrieb an, also als Plug-in-Hybrid. Damit bleiben dem i3 die Unzulänglichkeiten eines reinen Elektroantriebs erspart. Es wird eine der spannendsten Fragen des nächsten Jahres, ob der Markt den Mut der Münchner belohnt. Finanziell wäre ein Scheitern zu verkraften. Aber das Image von BMW wäre sichtbar beschädigt.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
War das nur ein Missverständnis, oder vielleicht doch eher Missmanagement? Opel hat am Freitag seine Haltung korrigiert, das Werk Bochum bereits Ende 2014 vollständig zu schließen. Nun hat der Vorstand umdisponiert, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen soll doch noch bis ins Jahr 2016 hinein bestehen bleiben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.