Der Stuttgarter Autohersteller plant, einzelne Standorte in Deutschland mittelfristig zu verkaufen. Das Vorhaben birgt Konfliktpotenzial, denn eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat sichert den 15.000 Beschäftigten den Erhalt kompletter Niederlassungen bis Ende 2015 zu.
Wichtige Kennzahlen des Autobauers Daimler im ersten Quartal 2013
Stuttgart. Mercedes-Benz wird die Zahl seiner Handelsniederlassungen in Deutschland verringern. "Wir wollen nachhaltig wettbewerbsfähige Niederlassungen. Dabei stehen einzelne Standorte auf dem Prüfstand", kündigte Harald Schuff, Chef des Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD), im Gespräch mit der Automobilwoche an. Dem Manager zufolge sind auch Zukäufe denkbar, allerdings nur an strategisch wichtigen Standorten. Grundsätzlich müssten Niederlassungen zu den gleichen Konditionen wirtschaftlich arbeiten wie Vertreter, betonte Schuff. Mercedes hat in Deutschland 34 Niederlassungen mit 139 Standorten. In der Autobranche sind Niederlassungen aufgrund der höheren Kosten durch die Konzernzugehörigkeit weniger profitabel als das Händlernetz, häufig schreiben sie rote Zahlen.
Das Vorhaben birgt Konfliktpotenzial: Die heute insgesamt 15.000 Mitarbeiter in den Mercedes-Niederlassungen haben im Jahr 2008 Zugeständnisse bei der Entlohnung und den Arbeitszeiten gemacht. Im Gegenzug verzichtet der MBVD bis Ende 2017 auf betriebsbedingte Kündigungen. Außerdem dürfen bis Ende 2015 keine Niederlassungen komplett verkauft werden. Die Veräußerung von einzelnen Standorten ist jedoch möglich. "Wir werden uns an die Verträge halten", unterstrich Schuff.
Die Pkw-Sparte von Daimler will den Absatz bis 2020 weltweit auf rund 2,6 Millionen Fahrzeuge steigern und profitabelster Premiumhersteller werden. Dieser Artikel ist eine Vorab-Meldung aus der Automobilwoche-Ausgabe 25/2012, die am Montag erscheint. Wenn Sie den vollständigen Artikel lesen möchten, können Sie hier ein Abonnement abschließen: Informationen über das Automobilwoche-Abonnement
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