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Vodafone Deutschland wächst
Chefwechsel: Jens Schulte-Bockum (links) ist seit dem 1. Oktober Vorstandsvorsitzender von Vodafone Deutschland. Zuvor war er Leiter des operativen Geschäfts unter Fritz Joussen gewesen.
(Foto: Vodafone)
Autor:
Matthias Krust
mkrust@craincom.de
Donnerstag, 15. November 2012, 09.45 Uhr
Der britische IT- und Mobilfunkkonzern Vodafone hat im zweiten Quartal in Deutschland die Erlöse um 1,8 Prozent gesteigert. Vor allem das Geschäft mit Firmenkunden erweist sich als Stütze.

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Düsseldorf. Vodafone Deutschland ist im zweiten Quartal dank steigenden Erlösen im Daten- und Firmenkundengeschäft um 1,8 Prozent gewachsen. Der Service-Umsatz lag im Zeitraum von Juni bis September bei 2,272 Milliarden Euro. "Vodafone zeigt sich in einem schwierigen Marktumfeld robust", so Jens Schulte-Beckum, der das Deutschland-Geschäft des britischen IT-und Mobilfunkunternehmens leitet.
Als Stütze erweist sich das Firmenkundengeschäft, das um 3,7 Prozent zulegte. Im zweiten Quartal hat Vodafone den Wolfsburger Autohersteller VW als neuen Kunden gewonnen. Die Briten liefern Mobilkommunikation für die mehr als 90.000 Beschäftigten von Volkswagen in Deutschland und anderen Ländern. Der exklusive Vierjahres-Vertrag umfasst auch eine Reihe von Datendiensten in der Logistik und Produktion. Größter Wachstumstreiber im Berichtszeitraum war das Datengeschäft mit einem Plus von 14,3 Prozent auf 502 Millionen Euro.
Vodafone ist ähnlich aufgestellt wie die Deutsche Telekom mit der Sparte T-Systems und will vor allem das Firmenkundengeschäft stark ausbauen. Allerdings ist die Telekom viel größer. Im Ranking der Automobilwoche ist T-Systems mit einem Umsatz von 725 Millionen Euro die Nummer eins der 25 größten IT- und Telekommunikationsdienstleister der Autoindustrie in Deutschland. Vodafone kommt insgesamt in Deutschland auf neun Milliarden Euro.
Im ersten Halbjahr steigerte Vodafone Deutschland den Service-Umsatz um drei Prozent auf 4,529 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging allerdings um drei Prozent auf 1,711 Milliarden Euro zurück. Laut Schulte-Beckum gelte es, "wachsam zu sein, absolutes Kostenbewusstsein zu zeigen und mit Augenmaß am Markt zu agieren".
 

Verbesserung der Netzqualität
Nach sich häufender Kritik an der Netzqualität hat Vodafone im Sommer eine Qualitätsoffensive angekündigt. Insgesamt will das Unternehmen in diesem Jahr eine Milliarde Euro für sein Netz aufwenden. Dazu gehört ein Modernisierungsprogramm, das die Qualität von Sprachtelefonaten und Surfgeschwindigkeit steigern soll. In den Ausbau des Mobilfunknetzes der vierten Generation (LTE) soll ein dreistelliger Millionenbetrag fließen. Derzeit versorgt der Konzern über 55 Prozent der deutschen Fläche mit LTE: 67 Städte verfügen über das mobile Breitbandangebot, über 18 Millionen Haushalte können LTE von Vodafone empfangen.
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