Donnerstag, 08. November 2012, 10.43 Uhr
Auf dem Automobilwoche Kongress in Berlin hat Wolfgang Dangel, der Automotivechef von Schaeffler, die acht Erfolgsfaktoren seines Unternehmens genannt.
Berlin. Trotz einer eher stagnierenden Entwicklung in Europa erwartet Wolfgang Dangel, Automotivechef von Zulieferer Schaeffler, im Jahr 2020 weltweit einen Markt von rund 110 Millionen Neufahrzeugen bis zu einem Gewicht von sechs Tonnen. Dabei sieht der Manager selbst in Europa für sein Unternehmen noch Wachstumschancen bei den Anbietern von Premiumfahrzeugen.
Das fränkische Unternehmen, dass aus der mechanischen Präzisionsfertigung kommt, hat eine Entwicklung vom Komponenten-, über den Modul- zum Systemlieferanten vollzogen. Rund zwei Drittel des Umsatzes von zuletzt 10,7 Milliarden Euro erwirtschaftet der Wälzlagerhersteller mit der Automobilindustrie. Dangel sieht für sein Unternehmen insgesamt acht Erfolgsfaktoren. Neben der ausgeprägten Kundennähe und global harmonisierten Produktionsprozessen achtet der Zulieferer unter anderem auf ein ausgeprägtes Produktions-Know-how inklusive Maschinen- und Anlagenbau. "Häufig fertigen wir auch die Montageanlagen selber", erklärt der Manager. Darüber hinaus legt Dangel "Wert auf eine ausgeprägte Positionierung der einzelnen Marken".
Der Automotive-Chef ist davon überzeugt, dass ein Zulieferer über die globale Wertschöpfungskette global aufgestellt sein muss. "In der Region für die Region", so das Credo des Unternehmens. Zudem rechnet er damit, dass "Zulieferer mit elektrischen Komponenten stärker in den Vordergrund treten werden."
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Zulieferer Mahle übernimmt die Mehrheit am Klimaanlagenspezialisten Behr. Dies teilte Mahle am Donnerstag mit.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.