NEU: ePaper
NEU: Jobsjobs.automobilwoche.de
Benutzeranmeldung:
"Wir gestalten die leistungsfähigste Lieferkette und die beste Qualität"
Player wird geladen...
Draeger.flv (49150 KB)
Autorin:
Pia Krix
pkrix@craincom.de
Einkaufschef Draeger: Das richtige Teil zur richtigen Zeit am Band. (Klick auf das Foto startet das Video) (Foto: W. Schuering)
Mittwoch, 07. November 2012, 22.06 Uhr
Klaus Draeger, Einkaufschef von BMW, erklärte auf dem Automobilwoche Kongress, welche vier Faktoren für den langfristigen Erfolg seiner Marke wichtig sind.

Berlin. Der frühere BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger, der im April dieses Jahres bei den Münchnern das Ressort Einkauf und Lieferantennetzwerk übernommen hat, sieht sein Unternehmen bei der Beschaffung bestens aufgestellt: "Wir gestalten die leistungsfähigste OEM Supply Chain und stellen damit die beste Teilequalität, die höchste Innovationsleistung und die flexibelsten Versorgungsstrukturen mit wettbewerbsfähigen Kosten sicher."
Um BMW langfristig eine Führungsposition im globalen Wettbewerb zu sichern, legt Draeger Wert auf vier Faktoren: Kosten, Qualität, Innovation und flexible Versorgung. Flexibilität sei gerade in Krisenzeiten von großer Bedeutung, um "das richtige Teil in der richtigen Zeit, Menge und Qualität am Montageband zu haben."
BMW fährt derzeit trotz Konjunkturrückgangs Bestmarken bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis ein. Der Hersteller habe den Vorteil, auf die schwankende Nachfrage gut reagieren zu können, erklärte Draeger: "Entscheidend ist, dass man global aufgestellt ist." So habe BMW den sinkenden Absatz in Europa mit dem Verkauf in den USA oder Asien ausgeglichen.

Lieferantennetz wird internationaler
Draeger führte als aktuelles Beispiel Fahrzeuge an, die ursprünglich als Diesel-Varianten für Europa gedacht waren. Sie wurden kurzfristig als Benziner für den US-Markt umgewandelt. Das sei auch aufgrund "der Flexibilität auf der Zuliefererseite" möglich gewesen", sagte Draeger. "So konnten wir das Volumen auf hohem Level halten und das ist für BMW entscheidend." Er kündigte an, bei der Auswahl der Lieferanten verstärkt auf Flexibilität zu achten.
Mit der zunehmenden Bedeutung der ausländischen Märkte wird auch das Lieferantennetz internationaler. "Wir erleben immer mehr Handelshemmnisse, das führt dazu, dass wir stärker auf die lokale Produktion gehen", berichtet Draeger. BMW verfügt derzeit über 29 Standorte in 14 Ländern Allein in China betrug das lokale Einkaufsvolumen 2011 rund 1,1 Milliarden Euro.
Kommentare zum Video:
Das könnte Sie auch interessieren:
Gemeinschaftsunternehmen für mehr Software-Qualität
Der Softwarespezialist Method Park und der Zertifizierungsanbieter SGS-TÜV Saar haben im Bereich Software-Qualität und... » mehr lesen

Die Highlights des Automobilwoche Kongresses
Der sechste Automobilwoche Kongress in Berlin bot hochkarätige Referenten, spannende Themen und die Gelegenheit zu interessanten... » mehr lesen

BMW baut Werk Leipzig für neue Fahrzeuggeneration aus
Der BMW-Konzern erweitert den Standort Leipzig. In Sachsen werden frühestens ab 2014 erstmals BMW-Modelle mit Frontantrieb gebaut.... » mehr lesen

"Lokale Besonderheiten erkennen"
Karl Krause, der Vorstandschef von Kiekert, hat auf dem Automobilwoche Kongress in Berlin erklärt, worauf sein Unternehmen bei... » mehr lesen

"Wir legen Wert auf eine ausgeprägte Positionierung der einzelnen Marken"
Auf dem Automobilwoche Kongress in Berlin hat Wolfgang Dangel, der Automotivechef von Schaeffler, die acht Erfolgsfaktoren seines ... » mehr lesen

"Das muss alles ganz schnell gehen"
Hyundais Deutschlandchef Markus Schrick verdeutlichte auf dem Automobilwoche Kongress die Vorteile seiner Marke gegenüber der... » mehr lesen

"Wir wollen den Neuwagenkauf ins Internet bringen"
Die von Teilen der Branche skeptisch beäugten Neuwagenvermittler im Internet sind nicht mehr aufzuhalten. Alexander Bugge, Chef... » mehr lesen

"Der Markt ist groß und wächst"
Russland lockt die Fahrzeugindustrie. Auf dem Automobilwoche Kongress hat Siegfried Wolf, Chefaufseher von Russian Machines,... » mehr lesen

"Wir sind Jäger und Sammler in Hugo-Boss-Anzügen"
Der Erfolgsautor Rolf Dobelli ("Die Kunst des klaren Denkens“) hat in der Dinner-Rede auf dem Automobilwoche Kongress... » mehr lesen

"Kein Mensch weiß, wie sich die Elektromobiltät entwickelt"
Weil die CO2-Grenzwerte weltweit immer anspruchsvoller werden, führt an alternativen Antrieben kein Weg vorbei. Dies berge große... » mehr lesen

"Vom Wunschauto zum Budgetauto"
Franz Xaver Hirtreiter, der Geschäftsführer der AVP Automobilgruppe, hat auf dem Automobilwoche Kongress über die Veränderungen... » mehr lesen

"Große Möglichkeiten für die Autoindustrie"
Alan Mulally, Präsident und Vorstandschef von Ford, hat auf dem Automobilwoche Kongress die Bedeutung des europäischen... » mehr lesen

"Stellenwert des Autos für junge und urbane Menschen nimmt ab"
Volkswagen Financial Services will mit einer Reihe neuer Angebote die Kunden der Zukunft erobern. Vor allem die jüngere... » mehr lesen

Audi will BMW aus Führungsposition verdrängen
Ungeachtet der Rekordzahlen von BMW im dritten Quartal will Audi den Konkurrenten aus seiner Führungsposition verdrängen. Audi-... » mehr lesen

"Wollen Premium sein, aber ohne jegliche Arroganz"
"Wir werden noch stärker kundenorientiert arbeiten", versprach der neue Volvo-Vertriebschef Alain Visser auf dem Automobilwoche... » mehr lesen

"Wir sehen uns gerne als dritte Gruppe weltweit"
Auf dem sechsten Automobilwoche Kongress erklärte Andreas Gabriel, VP Sales Performance Management von Renault, wie sich die... » mehr lesen

"Elektroantrieb bleibt eine Nischenanwendung"
Stefan Sommer, der Vorstandsvorsitzende von ZF Friedrichshafen, hat auf dem Automobilwoche Kongress betont, dass die Unternehmen... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
9902
Leser
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
8653
Leser
Werkstätten und Kunden des Premiumherstellers BMW müssen derzeit teilweise wochenlang auf Ersatzteile warten. Grund ist eine Software-Umstellung.
5177
Leser
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
5147
Leser
Neuer Vorstand für Produktion bei Jaguar Land Rover wird Wolfgang Stadler. Der 55-Jährige ist bisher Leiter des BMW-Werks in Dingolfing.
2714
Leser
Der Chef der weltweiten Marketing-Kommunikation bei Volkswagen, Giovanni Perosino, wechselt zur Konzerntochter Audi nach Ingolstadt.
2434
Leser
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
2181
Leser
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
2089
Leser
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
2022
Leser
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."
1905
Leser
Der ZDK-Präsident will sich im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl stellen