Die Siemens-Division für Industrie-Automation hat in den vergangenen Jahren ihre Position im Markt für Industriesoftware deutlich ausgebaut. Seit 2007 gab es insgesamt acht Zukäufe, davon allein vier in diesem Jahr. Die jüngste Akquisition des Münchner Anbieters von Konzepten zum Managen eines Produktes über den gesamten Lebenszyklus (Product Lifecycle Management, PLM) war das französische Unternehmen Kineo CAM.
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
München. Die Siemens-Division für Industrie-Automation hat in den vergangenen Jahren ihre Position im Markt für Industriesoftware deutlich ausgebaut. Seit 2007 gab es insgesamt acht Zukäufe, davon allein vier in diesem Jahr. Die jüngste Akquisition des Münchner Anbieters von Konzepten zum Managen eines Produktes über den gesamten Lebenszyklus (Product Lifecycle Management, PLM) war das französische Unternehmen Kineo CAM. In der Automobilindustrie werden Softwarelösungen der Franzosen eingesetzt, um beispielsweise Baugruppen wie Sitze oder Armaturentafeln bei der Fahrzeugproduktion besser einbauen und bei der Wartung leichter ausbauen zu können. Zudem lieferte Kineo CAM zuvor schon Kernkomponenten für die Siemens- PLM-Produkte NX (digitale Produktentwicklung), Teamcenter (Produktdatenmanagement) und Tecnomatix (digitale Fertigung). Ebenfalls 2012 haben die Münchner den Anbieter von Qualitätssoftware IBS, den 3-D-Spezialisten VRcontext sowie den Anbieter von Software für das Produktkostenmanagement Perfect Costing Solutions übernommen. Einen wichtigen Auftrag aus der Automobilindustrie hatte Siemens vor rund zwei Jahren an Land gezogen: Der Fahrzeugbauer Daimler hatte sich für eine Dauer von zehn Jahren auf PLMSoftware von Siemens festgelegt. Die Stuttgarter ersetzen dabei ihre bestehende Umgebung für computerunterstütztes Design (CAD) durch die Siemens-Lösung NX. Die Implementierung von NX für Pkw soll bis Ende 2015 abgeschlossen sein, für Lkw bis Ende 2016. Mit dem Einsatz von NX in der ersten Fahrzeugbaureihe wurde bei Daimler bereits in diesem Sommer begonnen. Stefan Jockusch, Automobilexperte bei Siemens PLM Software, erwartet, „dass sich NX auch in der Zulieferkette von Daimler weiter durchsetzt. Nicht von heute auf morgen, aber wir erwarten eine wesentliche Ausweitung unseres Footprint auch in der Zuliefergemeinde." Zudem hält es Jockusch für möglich, weitere Aufträge mit Autobauern abschließen zu können. „Es gibt etliche Fahrzeughersteller, die derzeit ihre PLM-Landschaft überprüfen und nach Lösungen suchen, um ihre verschiedenen Entwicklungsstandorte beispielsweise in Europa, China und Indien letztlich auf einer Plattform miteinander zu verbinden." „Wir verfolgen eine Philosophie der evolutionären Weiterentwicklung unserer Systeme, die man im Amerikanischen mit ‚we never leave Data behind‘ umschreiben kann", erläutert Andreas Schäfer, als Marketing Director bei Siemens PLM Software für die Region Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig. „Neben kontinuierlichen Innovationen legen wir somit eine sehr hohe Priorität auf den Schutz der Investitionen unserer Kunden. Im Gegensatz zu einigen unserer Wettbewerber können wir etwa auch heute noch NX-Daten, die vor mehr als 15 Jahren erzeugt wurden, problemlos in der aktuellen Version laden und modifizieren, ohne dass eine Datenmigration aufgrund einer veränderten Systemarchitektur nötig wäre", erläutert er Vorteile der eigenen NX-Lösung.
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