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Keine Angst vor der neuen GVO
Autor:
Christof Rührmair
cruehrmair@craincom.de
Montag, 29. Oktober 2012, 00.03 Uhr
"Alle Hersteller und Importeure könnten durch die neue Gruppenfreistellungsverordnung die Dinge bis ins Letzte ausreizen. Müssen sie aber nicht“, sagte Peter Ritter, Vorsitzender des Verbands der Mercedes-Benz-Vertreter. Die Sätze stammen zwar aus seinem Eröffnungsstatement, doch sie könnten auch als Zusammenfassung der Diskussion auf dem Tag der Automobilwirtschaft zum Thema GVO dienen. Denn bei den Händlern auf dem Podium war die Stimmung im Vorfeld der Neuregelung nicht von Angst geprägt, obwohl sich die rechtliche Situation eher zugunsten der Hersteller verändert.

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Nürtingen. „Alle Hersteller und Importeure könnten durch die neue Gruppenfreistellungsverordnung die Dinge bis ins Letzte ausreizen. Müssen sie aber nicht", sagte Peter Ritter, Vorsitzender des Verbands der Mercedes-Benz-Vertreter. Die Sätze stammen zwar aus seinem Eröffnungsstatement, doch sie könnten auch als Zusammenfassung der Diskussion auf dem Tag der Automobilwirtschaft zum Thema GVO dienen. Denn bei den Händlern auf dem Podium war die Stimmung im Vorfeld der Neuregelung nicht von Angst geprägt, obwohl sich die rechtliche Situation eher zugunsten der Hersteller verändert. Die Regelungen beim Verkauf eines Betriebs führte Ritter als Beispiel für seine These an, der rechtliche Spielraum müsse nicht immer voll ausgeschöpft werden. Hier können die Hersteller verhindern, dass der Händlervertrag mitverkauft wird. Als Privatunternehmer habe man sich da schon gefragt, ob das eine Enteignungsmöglichkeit sei, sagte Ritter. Der Verband und Mercedes hätten aber in langen Gesprächen eine Lösung gefunden.
Die Vereinbarungen zwischen Mercedes und der Händlerschaft lobte auch GVO-Experte Uwe Brossette von der Kanzlei Osborne Clarke. Natürlich sei es einfacher, wenn ein Gesetz die Dinge regle, aber die Parteien könnten mit Augenmaß und Intelligenz Vertragsbedingungen schaffen, die vielleicht sogar ein bisschen besser seien als die der alten GVO. Ähnlich klingt es bei Robert Rademacher: Es gebe einige Punkte, die misslich seien, sagte der ZDK-Präsident, betonte aber: „Ich glaube, es ist alles nicht so dramatisch." Einem Händlerkollegen, der an einem Standort zehn Marken vertritt, habe Rademacher vor Kurzem im Gespräch „mein Beileid aussprechen wollen". Doch dieser habe erwidert, die Marken könnten allesamt froh sein, dort vertreten zu sein. Sollte ihm ein Hersteller mit einem Exklusivitätsanspruch drohen, stehe schon Ersatz bereit. Ganz in diesem Sinne kann man wohl die Charmeoffensive des Deutschland-Chefs von Toyota, Ulrich Selzer, sehen: Der bekannte sich auf der Bühne explizit zum freien Unternehmer vor Ort. „Wir sind Hersteller. Das können wir, glaube ich, ganz gut", sagte er und fuhr fort: „Verkaufen können wir nicht."
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Weiterführende Links:
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