Das vernetzte Fahrzeug stellt die traditionellen Geschäftsmodelle der Autohersteller infrage und verlangt völlig neue Fertigkeiten: Im Mittelpunkt steht die Analyse von Daten. "Mit dem Connected Car haben die Autohersteller die große Chance, innovative Dienstleistungen rund um das Fahrzeug zu starten und die Kundenbindung zu stärken. Derzeit konzentrieren sie sich zu sehr darauf, bekannte Apps und Services aus der Consumerbranche im Auto abzubilden“, sagt Thilo Koslowski, Automobil-Analyst vom US-Marktforschungsinstitut Gartner.
Der Neuwagen-Absatz in Deutschland ist im Januar 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken.
München. Das vernetzte Fahrzeug stellt die traditionellen Geschäftsmodelle der Autohersteller infrage und verlangt völlig neue Fertigkeiten: Im Mittelpunkt steht die Analyse von Daten. „Mit dem Connected Car haben die Autohersteller die große Chance, innovative Dienstleistungen rund um das Fahrzeug zu starten und die Kundenbindung zu stärken. Derzeit konzentrieren sie sich zu sehr darauf, bekannte Apps und Services aus der Consumerbranche im Auto abzubilden", sagt Thilo Koslowski, Automobil-Analyst vom US-Marktforschungsinstitut Gartner. Die Grundlage für neue Dienstleistungen bilden Daten, die aus den Steuergeräten des Fahrzeugs gewonnen werden oder die der Fahrer durch die Nutzung des Autos selbst produziert. Dies reicht von der Geschwindigkeit, dem Zustand der Bremsen und eventuellen Störungen bis zu konkreten Fahrprofilen mit Stopps, Tankaufenthalten sowie Informationen über die Nutzung von Online-Services. Big Data – so nennen IT-Experten die Analyse von unstrukturierten Daten aus vielfältigen Quellen in großer Menge und in hoher Geschwindigkeit. Dem Branchenverband Bitkom zufolge spielen Daten in der digitalen Welt als vierter Produktionsfaktor neben Kapital, Arbeitskraft und Rohstoffen eine zunehmend wichtige Rolle: Ohne eine Big-Data-Strategie drohe die Gefahr, dass Unternehmen auf wesentliche Markt- und Kundenveränderungen zu spät reagieren. Während in der IT- und Konsumgüterindustrie solche Auswertungen schon seit Langem etabliert sind, steht die Autoindustrie erst am Anfang. Zwar arbeiten praktisch alle Hersteller an vernetzten Navigations- und Infotainmentsystemen. Sie beschränken sich dabei aber auf die technische Umsetzung und die sichere Bedienung im Fahrzeug. Von profitablen Geschäftsmodellen mit Dienstleistungen ist die Industrie meilenweit entfernt. Stattdessen erwachsen den Autoproduzenten beim Kampf um die Kunden neue Konkurrenten. „Unternehmen wie Apple und Google verfügen bereits über Online- Navigation und ortsbezogene Dienste. Wenn die Autoindustrie nicht mit eigenen Lösungen dagegenhält, besteht die Gefahr, dass sie die Kundenbindung verliert", so Horst Leonberger, der bei der Deutschen Telekom die konzernweiten Aktivitäten um das vernetzte Fahrzeug verantwortet. Dabei sieht er zwei Erfolg versprechende Ansatzpunkte: den Service im Aftersales über die Ferndiagnose der Fahrzeuge sowie den Vertrieb mit einer gezielten Kundenansprache. Vor allem bei der Ferndiagnose haben die Hersteller klare Vorteile, denn nur sie haben Zugriff auf die Fahrzeugdaten. Damit lassen sich gezielt Wartungs- und Werkstattangebote auf die Infotainmentplattform schicken und die Kunden im eigenen Servicenetz halten. Doch auch für große Zulieferer ist dieser Markt interessant: Sie können markenübergreifend Nachrüstgeräte anbieten und in Kooperation mit Werkstattketten und Versicherern in das Geschäft einsteigen. Auch im Neuwagenvertrieb ist laut Leonberger der Konkurrenzdruck hoch: „Autohersteller können auf Basis der Fahrprofile den Kunden konkrete Empfehlungen für den Fahrzeugkauf geben und damit die Markenloyalität stärken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Dritter als Intermediär auftritt und solche Dienstleistungen anbietet." Die Datenanalyse birgt allerdings auch Gefahren. „Das Fahrzeug und der Fahrer werden gläsern. Man kann schnell die Privatsphäre der Kunden verletzen", warnt Koslowski. Neue Geschäftsmodelle würden nur dann akzeptiert, wenn der Kunde einen klaren Nutzen erkennen kann.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."