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Studie sieht BMW bei Telematikangeboten vorne
Telematikangebote der Autohersteller: Unter den Autoherstellern setzt BMW bis dato mit Abstand am stärksten auf das Thema vernetztes Auto. (Foto: Progenium)
Autor: Bettina John
Samstag, 20. Oktober 2012, 10.00 Uhr
Telematik ist eines der großen Zukunftsthemen in der Automobilwelt. Die Unternehmensberatung Progenium hat deshalb die Telematikangebote der Hersteller im Preissegment bis 30.000 Euro untersucht. Demnach haben bisher nur zehn Automarken überhaupt Telematikdienste im Angebot.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
Berlin. Unter den Autoherstellern setzt BMW bis dato mit Abstand am stärksten auf das Thema vernetztes Auto. Auch Wettbewerber Audi bietet seinen Kunden umfangreiche Telematikangebote. Der dritte deutsche Premiumhersteller Daimler hingegen bleibt mit seinen Telematikangeboten deutlich hinter seinen Mitbewerbern: Dies hat eine Analyse der Berliner Unternehmensberatung Progenium ergeben. Untersucht wurde, welche Telematikdienste Autohersteller in den vier Kategorien Navigation, Infotainment, Safety & Service sowie Remote Service anbieten. Demnach haben nur zehn Automarken überhaupt Telematikdienste im Angebot, also Services, die es Autofahrern ermöglichen, mit Herstellersystemen oder externen Anbietern wie Google Maps zu kommunizieren. Untersucht wurden Automodelle im Preissegment bis 30.000 Euro. Demzufolge sind die Ansätze der einzelnen Autohersteller im Feld der Telematik und der Entwicklungsstand der aktuellen Angebote "überraschend unterschiedlich", sagt Kilian Frühauf, Partner bei Progenium und Autor der Studie. Telematik spricht vor allem Käuferschichten an, die den täglichen Umgang mit dem Web 2.0 über verschiedenste Medien auch mobil gewohnt sind, insbesondere die jüngeren sogenannten digital Natives. Auf diese Gruppe zielt BMW mit einem Telematikpaket für 4080 Euro für Fahrzeuge im untersuchten Preissegment – bei einem BMW 118i macht das Paket immerhin 13 Prozent der Gesamtkosten aus. Viele Autohersteller, darunter VW, verzichteten hingegen ganz darauf, ihren Käufern Telematik in diesem Segment anzubieten.
47 Prozent der Neuwagenkäufer würden ein vernetztes Auto bevorzugen Auch Sportwagenhersteller wie Porsche und Ferrari bieten bislang keine Telematikdienste an, obwohl heute bereits 47 Prozent der Neuwagenkäufer angäben, ein vernetztes Auto zu bevorzugen, so Studienleiter Frühauf. Die von einzelnen Herstellern wie GM (OnStar), Hyundai (Blue Link) oder Ford (SYNC) für den US-Markt entwickelten Telematikangebote würden in Deutschland derzeit noch nicht angeboten. Spätestens mit der Einführung des europaweiten Notrufsystems "eCall" im Jahr 2015 müsse jeder Autohersteller zumindest dieses Telematikelement ab Werk anbieten. Im Rahmen der Analyse ermittelte Progenium auch die Kosten der angebotenen Telematikdienste und attestierte Daimler ein Missverhältnis zwischen den Kosten und den Leistungen. So schlage das Daimler-Telematikpaket bei der untersuchten Mercedes-Benz A-Klasse mit 3272 Euro zu Buche, biete aber lediglich Dienste im Bereich Navigation und Infotainment. Gut im Preis-Leistungs-Vergleich schneide dagegen Volvo ab (1610 Euro) ab. Frühauf: "Volvo konzentriert sich bei der Telematik im Wesentlichen auf seinen Markenkern Sicherheit." Die Unternehmensberatung Progenium mit Standorten in Berlin und München berät seit 2002 international Unternehmen aus der Automobilindustrie und Finanzwirtschaft. Ein Standort in China befindet sich im Aufbau.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der deutsche Autobauer mit der britischen Schwester Vauxhall um den künftigen Produktionsstandort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.