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Neuer China-Vertrieb soll im Jahr 2013 starten
Autor:
Matthias Krust
mkrust@craincom.de
Montag, 15. Oktober 2012, 00.03 Uhr
Daimler treibt die Neuausrichtung des Vertriebs im wichtigen chinesischen Markt mit Hochdruck voran. "Wir werden auch dieses Jahr einen neuen Bestwert in China erzielen, haben derzeit allerdings nicht das Wachstum, das wir uns vorgestellt hatten“, sagte Pkw-Vertriebschef Joachim Schmidt im Gespräch mit der Automobilwoche. "Ich gehe aber davon aus, dass wir im nächsten Jahr unsere Vertriebsorganisation in China neu aufgestellt haben. Mit einer einheitlichen Vertriebsgesellschaft verfügen wir über deutliche bessere Voraussetzungen, um in China mittel- und langfristig wieder deutlich zu wachsen“, fügte er hinzu.

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Stuttgart. Daimler treibt die Neuausrichtung des Vertriebs im wichtigen chinesischen Markt mit Hochdruck voran. „Wir werden auch dieses Jahr einen neuen Bestwert in China erzielen, haben derzeit allerdings nicht das Wachstum, das wir uns vorgestellt hatten", sagte Pkw-Vertriebschef Joachim Schmidt im Gespräch mit der Automobilwoche. „Ich gehe aber davon aus, dass wir im nächsten Jahr unsere Vertriebsorganisation in China neu aufgestellt haben. Mit einer einheitlichen Vertriebsgesellschaft verfügen wir über deutliche bessere Voraussetzungen, um in China mittel- und langfristig wieder deutlich zu wachsen", fügte er hinzu.
Im Gegensatz zu den Premium- Konkurrenten Audi und BMW unterhält der Stuttgarter Autohersteller zwei getrennte Großhandelsorganisationen: eine für lokal im Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Hersteller BAIC produzierte Fahrzeuge und eine weitere für Importmodelle. Die mangelnde Abstimmung bei der Marktbearbeitung hat dazu geführt, dass Mercedes-Benz stark ins Hintertreffen geraten ist: In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres betrug das Absatzplus gerade einmal neun Prozent auf 156.855 Einheiten. BMW steigerte das Volumen der Marken BMW und Mini im gleichen Zeitraum um fast 34 Prozent auf 237.056 Verkäufe. Audi verzeichnete einen Zuwachs von über 31 Prozent auf 297.060 Fahrzeuge.
Der Abstand zwischen den Schwaben und den bayerischen Konkurrenten ist auch eine Folge der Modellpolitik: BMW und Audi bieten zusätzlich zu großen Limousinen auch Kompakt-SUVs wie X1 und Q3 an. Mercedes will diese Lücke nun mit der neuen Kompaktwagengeneration schließen, die auch eine SUV-Variante vorsieht. Schmidt ersetzt nun den langjährigen China-Vertriebschef Klaus Maier durch Nicholas Speeks, der bislang für Japan verantwortlich ist und seinen neuen Job zum 1. Dezember antreten wird. Der 50-jährige Maier war durchaus erfolgreich und hat in sechs Jahren den Absatz von 30.000 auf über 200.000 Einheiten ausgebaut. Mercedes will aber im Jahr 2015 rund 300.000 Fahrzeuge verkaufen. „Wir werden auch im kommenden Jahr in China auf einem gesunden Niveau wachsen. Die hohen zweistelligen, teils dreistelligen Zuwachsraten gehören aber wohl der Vergangenheit an", so Schmidt. Den Anteil an der Importeursgesellschaft Lei Shing Hong hat Daimler vor wenigen Wochen auf 75 Prozent erhöht.
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