NEU: ePaper
NEU: Jobsjobs.automobilwoche.de
Benutzeranmeldung:
Mercedes legt Grundstein für Kompaktwagenproduktion in China
Grundsteinlegung: Ab 2014 sollen in Peking auch Fahrzeuge der neuen Kompaktwagengeneration von Mercedes vom Band rollen.
(Foto: Daimler)
Autor:
Mittwoch, 26. September 2012, 15.05 Uhr
Das Gemeinschaftsunternehmen von Mercedes und der Beijing Automotive Group will ab 2014 auch Fahrzeuge der neuen Kompaktwagengeneration von Mercedes in Peking bauen. Ein erster Schritt ist bereits getan: diese Woche erfolgte die Grundsteinlegung.

Hintergrunddaten zum Thema:
11/2013
Die Innovationen in der Luxuslimousine setzen neue Maßstäbe.

13/2013
Die Mittelklasse-Baureihe wird in den kommenden Jahren ausgebaut.

11/2013
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.

Peking. Die Beijing Benz Automotive Company, kurz BBAC, das chinesische Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und der Beijing Automotive Group, hat in Peking den Grundstein für einen neuen Werksteil gelegt. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, sollen ab 2014 Fahrzeuge der neuen Kompaktwagengeneration von Mercedes vom Band rollen. "Gemeinsam mit unserem Joint-Venture-Partner BAIC treiben wir die Zukunftsprojekte in China weiter voran. Von der lokalen Produktion unserer neuen Kompaktwagengeneration erwarten wir dabei zusätzliche Impulse für unsere Entwicklung in diesem boomenden Segment des chinesischen Marktes", erklärt Ulrich Walker, Chairman und CEO Daimler Northeast Asia.

Das Werk in Peking wird neben Rastatt und Kecskemét die dritte Fertigungsstätte für die Kompaktbaureihen. Mit der Lokalisierung soll die Nachfrage in China laut Mercedes noch stärker markt- und kundennah erfolgen. Vor Ort werden die C- und die E-Klasse gefertigt, letztere in einer speziell für die Anforderungen des chinesischen Marktes zugeschnittenen Langversion. Seit Dezember 2011 läuft auch der GLK in Peking vom Band.
Der strategische Rahmenvertrag zwischen Daimler und der Beijing Benz Automotive Company war im Juni 2011 zustande gekommen. Neben dem Ausbau der Fertigungskapazitäten bei BBAC sollen künftig auch verstärkt Fahrzeuge der neuen Mercedes-Benz-Kompaktwagengeneration auf dem chinesischen Markt verkauft werden. Der Aufbau eines neues Motorenwerks für die Produktion von Vierzylinder-Ottomotoren sowie die Errichtung eines neuen R&D-Centers für Fahrzeugtests und - anpassungen sowie R&D-Tätigkeiten mit Lieferanten kommen laut Pressemitteilung gut voran. Insgesamt investiert das Gemeinschaftsunternehmen BAIC rund drei Milliarden Euro in den chinesischen Markt.

Zuletzt ist Mercedes in China unter Druck geraten. Die Probleme sind dabei aber nicht allein durch das langsamere Tempo des größten Automarktes der Welt zu erklären. Zwar hat sich der Wettbewerb im Reich der Mitte verschärft, aber chinesische Experten führen den stetigen Rückgang im Absatzwachstum der Stuttgarter auch auf hauseigene Probleme zurück. "Mercedes versteht den chinesischen Markt noch nicht gut genug", sagt Jia Xinguang, Chefanalyst der China Automobile Consulting Corporation, in Peking.
Kommentare zum Artikel:
Weiterführende Links:
Mercedes rüstet kompaktes SUV mit Laserbeamer aus
Der Stuttgarter Autohersteller hat erste Fotos der Studie Concept GLA veröffentlicht. Der neue Hoffnungsträger von Mercedes kann... » mehr lesen

Daimler baut Getriebefertigung aus
Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Wandlerautomaten 7-G-tronic erweitert der Stuttgarter Autohersteller die Produktion um eine ... » mehr lesen

Kommentar: Déjà-vu bei Daimler
Alles schon mal dagewesen: Daimler muss kurzfristig die Produktion senken und Milliarden an Euro einsparen. Der Stuttgarter... » mehr lesen

Daimler wendet sich von Kältemittel R1234yf ab
Nach umfangreichen Sicherheitstests will der Stuttgarter Autohersteller wegen Brandgefahr das umstrittene Kältemittel nicht mehr... » mehr lesen

Daimler-Sparzwang provoziert Streit mit Betriebsrat
Der Stuttgarter Autohersteller muss aufgrund der schwächeren Nachfrage kurzfristig die Produktion im Werk Sindelfingen drosseln.... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
9715
Leser
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
6683
Leser
Werkstätten und Kunden des Premiumherstellers BMW müssen derzeit teilweise wochenlang auf Ersatzteile warten. Grund ist eine Software-Umstellung.
4712
Leser
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
4365
Leser
Einer aktuellen Studie zufolge werden im laufenden Jahr so wenige Neuwagen in Westeuropa verkauft wie seit 30 Jahren nicht mehr.
2652
Leser
Der Chef der weltweiten Marketing-Kommunikation bei Volkswagen, Giovanni Perosino, wechselt zur Konzerntochter Audi nach Ingolstadt.
2331
Leser
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
2153
Leser
Der Stuttgarter Automobilzulieferer gibt auf dem Motorpressekolloquium einen Ausblick auf die mittel- und langfristige technische Entwicklung der Branche.
2061
Leser
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
1949
Leser
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
1937
Leser
Überraschend hat Volkswagen am Dienstagabend mitgeteilt, eine neue Wandelanleihe zu begeben. Wie geplant nahm der Autobauer damit 1,2 Milliarden Euro ein.