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Conti will jährlich 180.000 Reifen mit altem Gummi aufmöbeln
Recyclingwerk: In Zeiten knapper Rohstoffe will der Reifenhersteller Continental aus altem Gummi Kapital schlagen. (Foto: Conti)
Dienstag, 18. September 2012, 11.39 Uhr
Aus Alt mach neu: In Zeiten knapper Rohstoffe will der Reifenhersteller Continental aus altem Gummi Kapital schlagen. In einem Recyclingwerk sollen gebrauchte Bus- und Lkw-Reifen auf Vordermann gebracht werden. Mehr als zehn Millionen Euro will der Autozulieferer in die nach eigenen Angaben weltweit einzige Kombination aus Recycling- und Produktionsstätte investieren, in der von 2013 an über 100 Arbeitsplätze entstehen sollen.
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Hannover. In Zeiten knapper Rohstoffe will der Reifenhersteller Continental aus altem Gummi Kapital schlagen: In einem neuen Recyclingwerk sollen gebrauchte Bus- und Lkw-Reifen auf Vordermann gebracht werden. Mehr als zehn Millionen Euro will der Autozulieferer in die nach eigenen Angaben weltweit einzige Kombination aus Recycling- und Produktionsstätte investieren, in der von 2013 an über 100 Arbeitsplätze entstehen sollen. Das teilte Conti am Dienstag auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover mit.
"Wir sind nun in der Lage, Rohstoffe aus Altreifen gezielt und gesteuert wieder in den Produktionsprozess von neuen beziehungsweise werkserneuerten Reifen mit einfließen zu lassen", sagte der Leiter der Nutzfahrzeugreifen -Sparte, Andreas Esser. Bei voller Auslastung sollen in dem Werk am Traditionsstandort Hannover-Stöcken jährlich 180.000 runderneuerte Bus- und Lkw-Reifen entstehen. Wenn sich das Konzept bewähre, solle es erweitert werden. Der europäische Markt für neue Lkw-Reifen hat ein Volumen von rund 18 Millionen Stück.
Durch ein neues technisches Verfahren könne Conti den Anteil von Material aus Altreifen in neuwertigen Pneus beinahe verdoppeln, hieß es. Mit dem geplanten Recyclingvolumen von 4000 Tonnen pro Jahr könnten so rund 2400 Tonnen Kautschuk und 1600 Tonnen Füllstoffe gespart werden. Wie viel Geld dadurch eingespart werden soll, wollte Conti auf Nachfrage nicht mitteilen. (dpa-AFX/nib)
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