Zum Selbstverständnis der Marke Audi gehörte schon immer ein hohes Maß an Eigenständigkeit gegenüber der Konzernzentrale in Wolfsburg. Legendär ist die Geschichte des ersten Audi, der insgeheim entwickelt wurde und das Überleben der Marke sicherte. Aber auch in der neueren Geschichte, von der vollverzinkten Karosserie bis zum Zwölfzylinder- Diesel, waren es immer wieder "Schwarzbauten“, mit denen sich Audi gegen die Wolfsburger abgrenzen konnte. Offenbar ging der Zentrale die Eigenständigkeit in jüngster Zeit zu weit. Wie viel davon wird sich Audi künftig noch erlauben können?
Modellvorschau für die Audi S- und RS-Modelle der Quattro-GmbH in den Jahren 2013 bis 2016
Im VW-Konzern macht derzeit folgender Scherz die Runde: Erwähnt jemand das Wort "Audi-Führungskräfte", sagt ein anderer: "Gibt es denn noch Audi-Führungskräfte?" – und hat die Lacher auf seiner Seite. Tatsächlich sitzt im siebenköpfigen Audi-Vorstand ab sofort nur noch ein Mitglied, das man als waschechten Audianer bezeichnen könnte: Produktionsvorstand Frank Dreves gehört dem Unternehmen – mit kurzem Zwischenstopp bei Seat – seit Jahren an. Die anderen haben sich ihre Meriten in den Weiten des VW-Konzerns oder außerhalb erworben. Heute ist der erste Arbeitstag für drei neue Audi-Vorstände. Das Wort von VW-Patriarch Ferdinand Piëch, man habe "auswärts keine besseren gefunden", um die Führungspositionen im VW-Konzern neu zu besetzen, mag für die Gruppe insgesamt gelten. Die neuen Audi-Vorstände jedoch, Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer, Vertriebsvorstand Luca de Meo und Einkaufschef Bernd Martens, sind aus Sicht von Audi externe, von VW entsandte Manager. Ein hohes Maß an Eigenständigkeit gegenüber der Konzernzentrale in Wolfsburg, das gehörte immer zum Selbstverständnis der Marke. Legendär ist die Geschichte des ersten Audi, der insgeheim entwickelt wurde und das Überleben der Marke sicherte. Aber auch in der neueren Geschichte, von der vollverzinkten Karosserie bis zum Zwölfzylinder- Diesel, waren es immer wieder "Schwarzbauten", mit denen sich Audi gegen die Wolfsburger abgrenzen konnte. Offenbar ging der Zentrale die Eigenständigkeit in jüngster Zeit zu weit. Wie viel davon wird sich Audi künftig noch erlauben können? Vor allem auf Dürheimer lastet diesbezüglich ein großer Erwartungsdruck seitens seiner neuen Mitarbeiter im Audi-Forschungs- und Entwicklungszentrum. Wird er es schaffen, der Marke auch in Zeiten konzernweit genutzter Baukästen ein hohes Maß an technischer Exklusivität zu erkämpfen? Das ist die entscheidende Frage, nicht nur für die Stimmung in Ingolstadt und Neckarsulm, sondern auch für den Erfolg der Premiummarke. In Zweifelsfällen könnte es helfen, Piëch daran zu erinnern, wie er selbst als Audi-Chefentwickler ein ums andere Mal die Grenzen der Konzernräson ausgereizt und überschritten hat. Audi hat es nicht geschadet.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
War das nur ein Missverständnis, oder vielleicht doch eher Missmanagement? Opel hat am Freitag seine Haltung korrigiert, das Werk Bochum bereits Ende 2014 vollständig zu schließen. Nun hat der Vorstand umdisponiert, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen soll doch noch bis ins Jahr 2016 hinein bestehen bleiben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.