Der Autobauer Ford hat im vergangenen Quartal über 400 Millionen Dollar in Europa verloren. Die Krise der südeuropäischen Märkte reißt Ford in die roten Zahlen. Und das, obwohl der Autobauer ein modernes Produktionssystem besitzt, von dem Opel und selbst der VW-Konzern nur träumen können.
Prognose zur Entwicklung des weltweiten Markts für Fahrzeugvernetzung in den Jahren 2013 bis 2020 in Milliarden Euro
Die jüngsten Zahlen von Ford sind ernüchternd: 404 Millionen Dollar hat das Unternehmen im vergangenen Quartal in Europa verloren. Die Rezession in den südeuropäischen Märkten reißt auch Ford in die roten Zahlen. Im Gesamtjahr rechnet die Marke in Europa nun mit einem Verlust in Höhe von einer Milliarde Dollar. Die Zahlen sollten nicht nur die Ford-Mitarbeiter, sondern auch die Opelaner beunruhigen. Ford hat seit Langem vieles, was Opel erst noch braucht: Zum Beispiel ein modernes Produktionssystem, von dem selbst der VW-Konzern nur träumen kann. In jedem der großen Ford-Werke in Europa wird ein Modell mit den entsprechenden Derivaten produziert, in Köln der Fiesta, in Saarlouis der Focus und in Genk der Mondeo. In Spanien steht ein Flex-Plant zur Verfügung, um Nachfragespitzen abzufangen. Zudem gehören die Ford-Werke laut Harbour-Report zu den produktivsten in Europa. Köln führte das Ranking, in dem VW-Werke meist auf den hinteren Plätzen landen, oft schon an. Dass Ford dennoch in Europa Verluste einfährt, zeigt: Der Versuch von General Motors, Opel mit Einsparungen im Produktionsbereich in die schwarzen Zahlen zu bekommen, ist aussichtslos. Diesen Kampf kann der neue Opel-Chef Thomas Sedran nur verlieren. Zumal Ford die wesentlich modernere Modellpalette hat: Mit dem Kuga produziert die Marke in Saarlouis ein erfolgreiches Kompakt-SUV. Opel hingegen kann in diesem schnell wachsenden Segment nur mit einem kaum konkurrenzfähigen Auto aus Korea aufwarten. Bei Ford gibt es Doppelkupplungsgetriebe und Downsizing-Benziner, die bei Opel noch in der Entwicklung sind. Focus, Kuga und Mondeo haben rundum moderne Einzelradaufhängungen, während der Opel Astra noch mit einer hinteren Starrachse herumfährt. Opel würde Jahre und Milliarden brauchen, diesen Rückstand bei Technologie und Produktion aufzuholen. In diesem Umfeld Opel gesundsparen zu wollen, heißt, Opel totzusparen. Die Marke braucht Investitionen. Übrigens: Beim Automobilwoche Kongress im November erwarten wir Ford-Chef Alan Mulally. Es dürfte interessant werden, zu erfahren, wie er in Europa die Lage seines Unternehmens sieht, das vieles richtig gemacht hat, und dennoch Verluste schreibt.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.