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Porsche-Betriebsrat plädiert für neues Modell
Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück: Der oberste Arbeitnehmervertreter in Diensten des schwäbischen Premiumanbieters warnt: "Wir dürfen die Identität unserer Marke nicht aus den Augen verlieren". Und er mahnt: "Wir sollten niemals ein Auto bauen, mit dem wir fast kein Geld verdienen“. (Foto: Porsche)
Uwe Hück, Chef der Arbeitnehmervertreter des Sportwagenbauers aus Schwaben, will die anstehende Integration mit Volkswagen auch für Investitionen in neue Modelle nutzen. So ist seinem Urteil zufolge alsbald eine "viel zu große Lücke" zu schließen, die sich zwischen dem Typ 911 Turbo und dem neuen Topmodell 918 Spyder auftut. In "enger Kooperation mit VW", hofft Hück nun, könnte ein entsprechendes Großserienfahrzeug schon 2015 Marktreife erlangen.
Absatz von Toyota, General Motors und Volkswagen im Jahr 2012
Hamburg. Der Porsche-Betriebsrat will die eingesparten Finanzmittel durch die beschleunigte Integration des Sportwagenbauers mit Volkswagen gezielt in dem Stuttgarter Unternehmen einsetzen. "Für uns geht es hier um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Jahr für Jahr. Das Geld wollen wir in Sicherung und Ausbau der Arbeitsplätze investieren – und in neue Modelle", sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück im Interview mit Automobilwoche. Er fügte hinzu: "Zwischen der Turbo-Version unserer Ikone 911 und dem neuen Topmodell 918 Spyder klafft eine viel zu große Lücke. Die gilt es zu füllen". Nach Hücks Vorstellungen soll es sich dabei nicht um eine limitierte Baureihe handeln, sondern um ein Großserienmodell. Die "enge Kooperation mit VW" würde demnach jetzt "interessante Ansatzpunkte" ermöglichen: Hück: "Dann könnte so ein Auto mit ganz viel PS und ganz geringem Verbrauch schon 2015 anrollen".
Überlegungen hingegen, gemeinsam mit VW und Audi einen kleinen Sportwagen unterhalb des Porsche Boxster zu entwickeln, sieht Hück mit größter Skepsis: "Da habe ich erhebliche Zweifel. Wir dürfen die Identität unserer Marke nicht aus den Augen verlieren. Und wir sollten niemals ein Auto bauen, mit dem wir fast kein Geld verdienen".
"Das Eis ist gebrochen" Wenn VW und Porsche nun wie geplant im August ihr Automobilgeschäft zusammenführen, wertet der Betriebsrat das Ende der "jahrelangen Hängepartie" als wesentlichen Vorzug. Damit ende "endlich auch das Verrechnungsprinzip 'dealing at arm's length', wonach wir bislang beim internen Austausch von Leistungen wie zwei fremde Unternehmen großen Abstand halten mussten. Salopp gesagt gilt nun mal: Der Schwabe kann mit ausgestreckten Armen nicht gut arbeiten", so Hück.
VW-Konzernchef Martin Winterkorn habe jüngst in Stuttgart bekräftigt, dass die Eigenständigkeit der Marke Porsche "definitiv gesichert" ist. Hück: "Darauf haben wir uns die Hand gegeben". Zudem betonte der Porsche-Betriebsrat: "Das Eis ist gebrochen". Auf die Frage der Automobilwoche, ob in Stuttgart bald ein neues VW-Machtzentrum entsteht – neben jenem in Wolfsburg –, erklärte Hück: "Sagen wir es mal so: Ich hätte nichts dagegen". (Foto: Porsche).
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.