Die Marke Opel wird bewusst und offenbar mit Vorsatz ruiniert. Innerhalb der kommenden zehn Jahre werden wir sehen, dass der Opel-Blitz zu nichts anderem mehr taugt, als ihn auf Chevrolets oder chinesische Autos zu kleben, so wie man heute auf asiatischen Kaffeemaschinen das AEG-Zeichen und auf Fernsehern aus der Türkei den Namen Grundig findet. Eine deutsche Automarke mit eigener Entwicklung und eigener Produktion namens Opel wird es dann nicht mehr geben.
Weltweiter Absatz des Konzerns Hyundai-Kia in den Jahren 2008 bis 2013 (letztes Jahr prognostiziert)
Was wir derzeit bei Opel erleben, ist ein in der 126-jährigen Automobilgeschichte einmaliger Vorgang: Eine Marke wird bewusst und offenbar mit Vorsatz ruiniert. Innerhalb der kommenden zehn Jahre werden wir sehen, dass der Opel-Blitz zu nichts anderem mehr taugt, als ihn auf Chevrolets oder chinesische Autos zu kleben, so wie man heute auf asiatischen Kaffeemaschinen das AEG-Zeichen und auf Fernsehern aus der Türkei den Namen Grundig findet. Eine deutsche Automarke mit eigener Entwicklung und eigener Produktion namens Opel wird es dann nicht mehr geben. Der Vergleich von Opel mit Rover, der schon nahelag, zieht nicht mehr: Rover hatte mit BMW zumindest zeitweise einen Inhaber, dem man ernsthafte Absichten unterstellen musste und der Hunderte Millionen in neue, wettbewerbsfähige Produkte investiert hat. Bei General Motors ist dergleichen nicht zu erkennen. Der von Karl-Friedrich Stracke entworfene Investitionsplan reicht nicht einmal aus, den technologischen Rückstand gegenüber Hyundai aufzuholen, geschweige denn den zu VW. Nachdem Stracke nun von Dan Akerson – dem Chef des zu einem Drittel in Staatsbesitz befindlichen Autobauers GM – in einer Art und Weise rausgeworfen wurde, die eigentlich die deutsche Politik beschäftigen sollte, dürfte nun selbst dieser unzureichende Plan nicht mehr umgesetzt werden. Da ist es nur konsequent, dass Opel-Entwicklungschefin Rita Forst nicht mehr gebraucht wird. Was soll eine Chefentwicklerin mit professionellem Blick auf das technisch Notwendige auch bei GM? Akerson will schnelle finanzielle Erfolge. Teure Entwickler stören da nur. Der Börsenkurs von GM ist schon unter 20 Dollar gefallen. Für 33 Dollar wurde das Unternehmen 2010 nach Insolvenz und Verstaatlichung reprivatisiert. Jede dritte Aktie ist noch im Besitz der US-Regierung. Will sie diese versilbern, muss der Kurs nach oben geprügelt werden – auch auf Opels Kosten. Dafür hat die US-Regierung mit Akerson und Opel- Aufsichtsratschef Stephen Girsky Investmentbanker installiert, die viel vom schnellen Geld und nichts vom Autogeschäft verstehen und Opel nun an die Wand fahren. Im Volumengeschäft kann derzeit kaum ein europäischer Hersteller Geld verdienen. Der Versuch, Opel dennoch auf Profit zu trimmen, wird in der Katastrophe enden.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."