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"Chinesische Kunden gewinnen an Einfluss"
Skoda Yeti: Im kommenden Jahr soll eine leicht modifizierte Version des Kompakt-SUV in China auf den Markt kommen.
(Foto: Skoda)
Autor:
Henning Krogh
hkrogh@craincom.de
Freitag, 20. Juli 2012, 10.19 Uhr
Gerrit Marx, Chef der tschechischen VW-Marke Skoda in China, erwartet eine weiter rasch steigende Bedeutung des Reichs der Mitte für international tätige Autohersteller. Immer größeres Gewicht kommt potenziellen Käufern aus China auch bei der Konzeption neuer Fahrzeuge zu. So bei Überlegungen zu einem geräumigen Geländewagen, die Skoda derzeit ventiliert.

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Schanghai (China). Die Wünsche chinesischer Kunden an ihr neues Fahrzeug werden für die Volumenmarke Skoda aus der Tschechischen Republik und wichtige Wettbewerber immer bedeutsamer. Dies betonte Gerrit Marx, Skoda-Präsident im Reich der Mitte, bei einer Präsentation des VW-Labels im chinesischen Schanghai. "Ob es um ein betont großzügiges Raumangebot geht oder um den vergleichsweise üppigen Einsatz verchromter Elemente, etwa am Kühlergrill, die sie bevorzugen", so Marx, "chinesische Kunden gewinnen an Einfluss". Im vergangenen Geschäftsjahr ging bereits jeder vierte Neuwagen, den Skoda auslieferte, an einen Abnehmer in dem asiatischen Flächenstaat. Den Marktanteil in China will Skoda von derzeit 1,78 Prozent bis zum Jahr 2018 mehr als verdoppeln.

Skoda bietet im Reich der Mitte die Typen Fabia, Octavia und Superb an; im kommenden Jahr sollen die neue Limousine Rapid und eine leicht modifizierte Version des Kompakt-SUV Yeti das Modellangebot aus lokaler Fertigung ergänzen. Wie Marx in Schanghai überdies mitteilte, prüft Skoda momentan die Marktchancen für ein weiteres Stufenheckfahrzeug und einen betont geräumigen Geländewagen. Sollten diese beiden Projekte realisiert werden, gingen laut Marx die spezifischen Vorlieben potenzieller Käufer aus China verstärkt in die jeweiligen Automobilkonzepte ein. Eine Ausfuhr von Skoda-Modellen aus China in andere Länder schloss der Manager jedoch auf absehbare Zeit aus: "Aufgrund der Faktorkosten und des Lohnniveaus, das diese Nation inzwischen erreicht hat, ist China als Produktionsstandort für den Export von Fahrzeugen für uns nicht attraktiv" (Marx).

Bei der Prüfung potenzieller Ausstattungsmerkmale für künftige Baureihen analysiert Skoda auch die Realisierungschancen technischer Optionen, die zunächst erstaunlich anmuten. So könnte aufgrund des ariden Klimas in vielen Provinzen Chinas perspektivisch "eine Art Luftbefeuchter in den Autos zum Einsatz kommen, um die Qualität der Atemluft zu verbessern". Marx wörtlich – und mit einem Augenzwinkern: "Einen Duftbaum haben wir dabei aber nicht im Sinn". Zudem untersucht Skoda, wie die Insassen beim Aussteigen vor elektrisch betriebenen Rollern gewarnt werden könnten, um Kollisionen mit den sich lautlos nähernden Zweirädern zu vermeiden, die in China massenhaft verbreitetet sind und immer wieder in schwere innerstädtische Unfälle verwickelt werden. (Foto: Skoda)
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