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Europäische Hersteller streiten über CO2-Limits
EU-Flagge: Die Europäische Kommission will schärfere CO2-Grenzwerte einführen.
(Foto: Pixelio)
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Dienstag, 03. Juli 2012, 14.27 Uhr
Zwischen den deutschen und anderen europäischen Autobauern gibt es offenbar Meinungsverschiedenheiten über die Vorschläge der EU zu künftigen CO2-Grenzwerten.

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Brüssel. Die deutschen Autobauer streiten sich mit ihren französischen und italienischen Konkurrenten über EU-Vorschläge für künftige CO2-Grenzwerte für Neuwagen. Die Europäische Kommission plant, dass Neuwagen ab dem Jahr 2020 durchschnittlich nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen.

Wie die Automotive News Europe unter Berufung auf Quellen innerhalb der EU und der Autoindustrie berichtet, wollen die deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler durch Lobbyarbeit erreichen, dass das erlaubte CO2-Limit vom Gewicht des Fahrzeugs abhängt. Damit müssten sie weniger Anstrengungen unternehmen als Hersteller von leichteren Fahrzeugen, wie sie Renault, PSA und Fiat bauen. Während diese hauptsächlich im Kleinwagen- und Kompaktsegment aktiv sind, verdienen die deutschen Hersteller ihr Geld vor allem mit Mittel- und Oberklassenmodellen sowie SUVs.

Sergio Marchionne, Fiat-Chef und Präsident des europäischen Herstellerverbands ACEA, sagte, der Verband habe sich nicht auf eine einheitliche Linie verständigen können. Als Fiat-Boss unterstütze er den Vorschlag der Europäischen Kommission. Er könne verstehen, dass die Deutschen einen anderen Plan verfolgten, hoffe aber, dass dieser keinen Erfolg habe. "Wir werden die Last nicht auf kleinere Autobauer abwälzen", sagte er. Dieses Mal bewegen wir uns nicht. Wir können weiter verhandeln", sagte er am Sonntag gegenüber Reportern.

Der Streit um die Reduzierung von Emissionsgrenzwerten schwelt schon länger. Für die Veröffentlichung des aktuell diskutierten Vorschlags hat die Kommission aber noch keinen Termin festgesetzt. Zahlreiche Umweltschutzorganisationen kritisierten die Vorschläge unterdessen als unzureichend. (Foto: Pixelio)


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