Die Stimmung im Kfz-Gewerbe trübt sich derzeit mit einer Geschwindigkeit ein, die an das Frühjahr 2009 erinnert. Die stetigen Meldungen über den in Gefahr schwebenden Euro haben wohl auch die Verbraucher in ihrer Kauflust gebremst. Wer jeden Tag in der Zeitung lesen und im Fernsehen hören muss, dass unsere Währung in höchster Gefahr ist, hat einfach keine Lust mehr, viel Geld für ein neues Auto auszugeben – wie sicher der eigene Arbeitsplatz auch immer sein mag. Die Autohersteller sehen sich unter Zugwzang und geben teilweise große Preisnachlässe.
Wichtige Kennzahlen des italienisch-amerikanischen Konzerns Fiat-Chrysler aus dem ersten Quartal 2013 im Vergleich zum ersten Quartal 2012
Die Geschwindigkeit, mit der sich derzeit die Geschäftsaussichten und damit die Stimmung im Kfz-Gewerbe eintrüben, erinnert fatal an das Frühjahr 2009. Offenbar findet die nicht enden wollende Euro-Krisenberichterstattung nun auch ihren Niederschlag im Bestelleingang des Autohandels in Deutschland. Ökonomie ist eben vor allem Psychologie. Wer jeden Tag in der Zeitung lesen und im Fernsehen hören muss, dass unsere Währung in höchster Gefahr ist, hat einfach keine Lust mehr, viel Geld für ein neues Auto auszugeben – wie sicher der eigene Arbeitsplatz auch immer sein mag. Mancher Autohersteller reagiert auf die jüngste Kaufzurückhaltung nicht mehr nur mit den üblichen Incentive-Programmen und Tageszulassungen, sondern senkt, wie jüngst Opel, die Preise. Das Modell Astra "Fun" steht jetzt mit mehr als 3000 Euro Nachlass in der Preisliste. Wer über die jüngste Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland in Depression zu fallen droht, dem sei ein Blick über die Landesgrenzen empfohlen: Neben dem Markteinbruch in Frankreich (minus 16 Prozent) und Italien (minus 14 Prozent) nimmt sich der Rückgang der Neuzulassungen in Deutschland (minus fünf Prozent) im Mai geradezu harmlos aus. Echte Sorgen machen muss man sich langsam jedoch um die südeuropäischen Autohersteller, also um Renault, PSA und Fiat. Diese drei sind es dann auch, die nach Informationen der Automobilwoche in Rom, Paris und Brüssel massiv um Unterstützung bitten. Sonst seien Werksschließungen unumgänglich. Fiat- Chef Sergio Marchionne hat bereits den Rotstift angesetzt, die Investitionen um 500 Millionen Euro gekürzt und die für 2013 vorgesehene Markteinführung des Grande Punto verschoben. Ein gefährliches Spiel, denn die Investitionen von heute sind die Absatzerfolge von morgen. Wenn die Euro- Krise überwunden ist, werden die Hersteller mit den neuesten, wettbewerbsfähigsten Produkten profitieren. Für global aufgestellte Autohersteller und ihre Zulieferer lässt sich die Wartezeit trefflich überbrücken: In Russland (plus elf Prozent), den USA (plus 26 Prozent) und China (plus 28 Prozent) wuchs die Nachfrage im Mai ungebrochen. Für Opel, PSA und den heimischen Handel ist das jedoch ein schwacher Trost.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Die neue chinesische Automarke mit großen internationalen Ambitionen nutzt als erster Autohersteller weltweit die Cloud-Plattform Windows Azure von Microsoft. Marktstart ist in der zweiten Jahreshälfte in China.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.