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China löst bei Autoversicherern keine Begeisterung aus
Autor:
Christof Rührmair
cruehrmair@craincom.de
Montag, 25. Juni 2012, 00.03 Uhr
Die Autobauer haben es vorgemacht: Mit phänomenalen Wachstumsraten haben sie in den vergangenen Jahren ihr China-Geschäft vorangetrieben und Milliarden verdient. Nun öffnet das Reich der Mitte seinen riesigen Markt auch für die Autoversicherungsbranche. Mussten ausländische Anbieter bislang auf den Verkauf von Haftpflichtpolicen verzichten, könnten sie nun komplette Angebote machen. Doch nur wenige Versicherer planen den Einstieg dort.

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München. Die Autobauer haben es vorgemacht: Mit phänomenalen Wachstumsraten haben sie in den vergangenen Jahren ihr China-Geschäft vorangetrieben und Milliarden verdient. Nun öffnet das Reich der Mitte seinen riesigen Markt auch für die Autoversicherungsbranche. Mussten ausländische Anbieter bislang auf den Verkauf von Haftpflichtpolicen verzichten, könnten sie nun komplette Angebote machen. Doch nur wenige Versicherer planen den Einstieg dort. „China haben wir nicht vor", heißt es auf Automobilwoche-Anfrage knapp bei der R+V-Versicherung. Das Kerngeschäft sei nun mal Deutschland. Ähnlich klingt es bei der HUK-Coburg oder der DEVK. Aber auch international aufgestellte Konzerne winken ab. „Der Grund dafür ist das aus unserer Sicht schwierige regulatorische Umfeld für ausländische Versicherungsunternehmen in China", heißt es bei der Talanx. Die Ergo erklärt: „Der Kfz-Markt in China ist derzeit ausdrücklich nicht in unserem Visier."
Ein Markteintritt dort wäre „sehr kompliziert und langwierig". Man konzentriere sich auf anderes. Schon positiver klingt es bei der Schweizer Zurich. Der chinesische Autoversicherungsmarkt habe einen Zustand erreicht, der den Einstieg internationaler Versicherer unterstütze, heißt es dort. Derzeit prüfe man „diverse relevante Vertriebsformen und Eintrittsszenarien". Schon ein Stück weiter ist die Allianz. Dort hat man bereits entschieden, in die Kfz-Haftpflicht in China einzusteigen.
Kasko bieten die Münchner seit Jahren an. Dass man jetzt ein vollständiges Angebot machen könne, sei wichtig, sagt eine Sprecherin und lobt die Möglichkeiten in China. „Wir sehen viel Potenzial in diesem riesigen Land." Bis die erste Haftpflicht- Police abgeschlossen wird, könne es allerdings noch einige Zeit dauern. Zudem hat der Konzern bisher nur Lizenzen für das Sachversicherungsgeschäft in zwei Provinzen. Weitere seien derzeit nicht beantragt, sagt die Sprecherin. Aber es sei nicht ausgeschlossen, dass man das noch machen werde. Und schließlich dürfe man eines nicht vergessen: Eine einzige Provinz Chinas sei so groß wie ganz Deutschland.
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