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Der VW-Konzern hat eine Möglichkeit gefunden, wie er das Sportwagengeschäft von Porsche übernehmen kann, ohne die normalerweise fälligen Steuern zu zahlen. Seitdem wird gestritten. Legal ist der Plan. Zudem weisen VW-Manager zu Recht darauf hin, dass sie ihren Aktionären gegenüber verpflichtet sind, die Gewinne zu mehren und möglichst wenig Geld an den Staat zu zahlen - schließlich ist der Konzern ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen. Auch der Hinweis, die Verschmelzung werde höhere Gewinne ermöglichen, die wiederum höhere Steuereinnahmen für den Staat generieren würden, ist sicher korrekt. Und die Politiker, die sich jetzt aufregen, sollten sich lieber über sich selbst ärgern - schließlich haben sie die Gesetze gemacht.

Das Problem ist nur: Legal ist nicht das Gleiche wie legitim. Die öffentliche Diskussion und der Gebrauch von Begriffen wie "Trick", "Schlupfloch" und "Gesetzeslücke" zeigen, dass es schlecht ankommt, wenn ein Konzern mit Milliardengewinnen sich darum drückt, seine Steuern zu zahlen. Jetzt hat VW ein Problem: Immer wieder hatte Konzernchef Winterkorn darauf hingewiesen, wie wichtig die öffentliche Meinung und ein positives Image seien. Schließlich will VW bis 2018 der größte Autobauer der Welt werden.

Die Kommunikationsabteilung sollte sich daher schleunigst etwas einfallen lassen, wie sie die Übernahme möglichst gut verkauft - sonst hat VW zwar Geld gespart, aber sein Image beschädigt.

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