Logo automobilwoche
Automotive News: Flag US Flag EU Flag CN
    Von

Der VW-Konzern hat eine Möglichkeit gefunden, wie er das Sportwagengeschäft von Porsche übernehmen kann, ohne die normalerweise fälligen Steuern zu zahlen. Seitdem wird gestritten. Legal ist der Plan. Zudem weisen VW-Manager zu Recht darauf hin, dass sie ihren Aktionären gegenüber verpflichtet sind, die Gewinne zu mehren und möglichst wenig Geld an den Staat zu zahlen - schließlich ist der Konzern ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen. Auch der Hinweis, die Verschmelzung werde höhere Gewinne ermöglichen, die wiederum höhere Steuereinnahmen für den Staat generieren würden, ist sicher korrekt. Und die Politiker, die sich jetzt aufregen, sollten sich lieber über sich selbst ärgern - schließlich haben sie die Gesetze gemacht.

Das Problem ist nur: Legal ist nicht das Gleiche wie legitim. Die öffentliche Diskussion und der Gebrauch von Begriffen wie "Trick", "Schlupfloch" und "Gesetzeslücke" zeigen, dass es schlecht ankommt, wenn ein Konzern mit Milliardengewinnen sich darum drückt, seine Steuern zu zahlen. Jetzt hat VW ein Problem: Immer wieder hatte Konzernchef Winterkorn darauf hingewiesen, wie wichtig die öffentliche Meinung und ein positives Image seien. Schließlich will VW bis 2018 der größte Autobauer der Welt werden.

Die Kommunikationsabteilung sollte sich daher schleunigst etwas einfallen lassen, wie sie die Übernahme möglichst gut verkauft - sonst hat VW zwar Geld gespart, aber sein Image beschädigt.

comments powered by Disqus
Das könnte Sie auch interessieren:
Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
41779
Zugriffe
Ein Jahr nach dem Bekanntwerden von Dieselgate veröffentlicht die unabhängige Organisation Transport & Environment eine Studie mit verblüffendem Inhalt: Unter allen aktuellen Euro-6-Dieselfahrzeugen in Europa sind die Modelle von Volkswagen die saubersten. Am schlechtesten schneiden Fiat, Suzuki und Renault-Nissan ab.
6658
Zugriffe
Für Audi wird es in der Dieselaffäre immer unangenehmer. Intern gab es offenbar frühzeitig Hinweise auf Tricksereien. "Ganz ohne Bescheißen", so hieß es einem Bericht zufolge in einer E-Mail, seien die US-Grenzwerte nicht einzuhalten.
6487
Zugriffe
Stefan Knirsch verlässt Audi. Das bestätigten die Ingolstädter nun offiziell. Wer sein Nachfolger als Entwicklungsvorstand wird, ist noch unklar.
6473
Zugriffe
VW kann in Wolfsburg in den kommenden Tagen keine Golf-Modelle bauen. Grund für den Ausfall ist ein Schaden an einer Blechpresse.
6287
Zugriffe
Audi-Chef Stadler soll laut Zeugen schon im Jahr 2010 von den Abgas-Manipulationen bei Volkswagen gewusst haben. Nun wollen die internen Ermittler der Kanzlei Jones Day den Audi-Chef dazu befragen, berichtet "Spiegel Online".
6247
Zugriffe
ATU wechselt schon wieder den Besitzer. Die Transaktion steht allerdings noch unter einem Vorbehalt.
6163
Zugriffe
Der ehemalige Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wusste laut einem Bericht schon Monate vor Bekanntwerden der Dieselaffäre von Manipulationen. Volkswagen betont jedoch weiterhin, dazu gebe es keine konkreten Hinweise.
5849
Zugriffe
Apples angebliche Vorstöße in das Autogeschäft halten die Branche in Atem. Jetzt macht ein heißes Gerücht die Runde: Apple soll an McLaren interessiert sein.
5493
Zugriffe
Eine Ära geht zu Ende: Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes (60) legt nach 14 Jahren an der Spitze sein Amt nieder und wechselt in den Aufsichtsrat. An seine Stelle tritt Gunnar Herrmann. Und es gibt noch eine Überraschung.
5421
Zugriffe
Markenübergreifend stellt Here den Autoherstellern künftig Echtzeitinformationen zum Straßenverkehr zur Verfügung. Das verkündete der Kartendienst heute. Zunächst stehen die Infos nur den Fahrzeugen der drei Hersteller zur Verfügung, die Here im Dezember gekauft haben: Audi, BMW und Daimler.