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Aktuelle Meinung:

Imageschaden durch Steuertrick?

Autor:
Stefan Wimmelbcker
swimmelbuecker@craincom.de
Der gelernte Journalist begann seine Karriere beim Fachmagazin Auto Zeitung, wo er sein Interesse an Autos mit dem Spa am Schreiben verbinden konnte. Seit 2010 arbeitet er als Online-Redakteur fr die Automobilwoche.
Montag, 25. Juni 2012, 12.04 Uhr

Der VW-Konzern hat eine Mglichkeit gefunden, wie er das Sportwagengeschft von Porsche bernehmen kann, ohne die normalerweise flligen Steuern zu zahlen. Seitdem wird gestritten. Legal ist der Plan. Zudem weisen VW-Manager zu Recht darauf hin, dass sie ihren Aktionren gegenber verpflichtet sind, die Gewinne zu mehren und mglichst wenig Geld an den Staat zu zahlen – schlielich ist der Konzern ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen. Auch der Hinweis, die Verschmelzung werde hhere Gewinne ermglichen, die wiederum hhere Steuereinnahmen fr den Staat generieren wrden, ist sicher korrekt. Und die Politiker, die sich jetzt aufregen, sollten sich lieber ber sich selbst rgern - schlielich haben sie die Gesetze gemacht.

Das Problem ist nur: Legal ist nicht das Gleiche wie legitim. Die ffentliche Diskussion und der Gebrauch von Begriffen wie "Trick", "Schlupfloch" und "Gesetzeslcke" zeigen, dass es schlecht ankommt, wenn ein Konzern mit Milliardengewinnen sich darum drckt, seine Steuern zu zahlen. Jetzt hat VW ein Problem: Immer wieder hatte Konzernchef Winterkorn darauf hingewiesen, wie wichtig die ffentliche Meinung und ein positives Image seien. Schlielich will VW bis 2018 der grte Autobauer der Welt werden.

Die Kommunikationsabteilung sollte sich daher schleunigst etwas einfallen lassen, wie sie die bernahme mglichst gut verkauft – sonst hat VW zwar Geld gespart, aber sein Image beschdigt.

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