Montag, 25. Juni 2012, 12.04 Uhr
Der VW-Konzern hat eine Möglichkeit gefunden, wie er das Sportwagengeschäft von Porsche übernehmen kann, ohne die normalerweise fälligen Steuern zu zahlen. Seitdem wird gestritten. Legal ist der Plan. Zudem weisen VW-Manager zu Recht darauf hin, dass sie ihren Aktionären gegenüber verpflichtet sind, die Gewinne zu mehren und möglichst wenig Geld an den Staat zu zahlen – schließlich ist der Konzern ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen. Auch der Hinweis, die Verschmelzung werde höhere Gewinne ermöglichen, die wiederum höhere Steuereinnahmen für den Staat generieren würden, ist sicher korrekt. Und die Politiker, die sich jetzt aufregen, sollten sich lieber über sich selbst ärgern - schließlich haben sie die Gesetze gemacht.
Das Problem ist nur: Legal ist nicht das Gleiche wie legitim. Die öffentliche Diskussion und der Gebrauch von Begriffen wie "Trick", "Schlupfloch" und "Gesetzeslücke" zeigen, dass es schlecht ankommt, wenn ein Konzern mit Milliardengewinnen sich darum drückt, seine Steuern zu zahlen. Jetzt hat VW ein Problem: Immer wieder hatte Konzernchef Winterkorn darauf hingewiesen, wie wichtig die öffentliche Meinung und ein positives Image seien. Schließlich will VW bis 2018 der größte Autobauer der Welt werden.
Die Kommunikationsabteilung sollte sich daher schleunigst etwas einfallen lassen, wie sie die Übernahme möglichst gut verkauft – sonst hat VW zwar Geld gespart, aber sein Image beschädigt.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Die neue chinesische Automarke mit großen internationalen Ambitionen nutzt als erster Autohersteller weltweit die Cloud-Plattform Windows Azure von Microsoft. Marktstart ist in der zweiten Jahreshälfte in China.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.