Die Krise verdirbt den Autohäusern die Laune. Vor allem ihre Zukunftserwartungen haben sich im zweiten Quartal deutlich eingetrübt. Daneben drücken Eigenzulassungen und Internetvermittler auf die Stimmung.
Die Rangliste der in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe führt seit Jahren mit deutlichem Abstand Biodiesel an.
Warnemünde. Das Kfz-Gewerbe blickt mit gedrückter Stimmung nach vorne. Beim vom ZDK vierteljährlich erhobenen Geschäftsklimaindex für die Branche sind die Zukunftserwartungen im zweiten Quartal deutlich eingebrochen. Mit 99,6 Punkten fiel der Index für diesen Bereich auf den zweitniedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung. Vor drei Monaten hatte er noch bei 118 gelegen. Insbesondere im Neuwagengeschäft erwarten die Betriebe eine weitere Verschlechterung. Die aktuelle Situation beurteilten die befragten Betriebe dagegen mit 129,6 Punkten noch deutlich besser. Hier gab es im Vergleich zum ersten Quartal sogar eine leichte Verbesserung um 1,6 Punkte. Vor einem Jahr hatte der Index allerdings noch fast 17 Punkte höher gelegen. "Die Margen stehen in allen Bereichen unter Druck", sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher bei der Vorstellung der Zahlen am Rande der Mitgliederversammlung des Verbandes in Warnemünde am Donnerstag. Insgesamt gebe es aber ein "Zufriedenheitsgefälle". So beurteile jeweils die Mehrheit der Betriebe die Werkstattauslastung als gut, das Gebrauchtwagengeschäft als befriedigend und das Neuwagengeschäft als schlecht, sagte Rademacher. Der Neuwagenmarkt werde gegenüber 2011 zurückgehen, wenn er nicht "durch noch mehr Kurzzulassungen geschönt" werde. Diese hätten in den ersten fünf Monaten den Rekordwert von 30 Prozent des Gesamtmarktes erreicht, kritisierte der ZDK-Präsident. Ein Anteil um 20 Prozent entspräche dem, was eigentlich notwendig sei. Schon im vergangenen Jahr seien also mehr als 250.000 Autos zu viel auf diese Weise zugelassen worden. Dies habe den Markt aufgebläht und bringe jetzt das Preisniveau für Gebrauchtwagen durcheinander.
Normalmarkt sind drei Millionen Autos pro Jahr Würden die Hersteller auf die überschüssigen Kurzzulassungen verzichten, wäre das betriebswirtschaftlich der Grundstein zu mehr Erfolg, sagte Rademacher. Man müsse sich in Deutschland nun mal damit abfinden, dass der Normalmarkt etwa drei Millionen Autos pro Jahr seien. Negativ äußerte sich der Verbandspräsident zu Internetvermittlern, die er als "Schmarotzer" bezeichnete. Es sei ärgerlich, dass viele Kunden dieser Vermittler sich zuvor im stationären Handel beraten ließen, dann aber im Internet kauften. In diesem Zusammenhang kritisierte Rademacher auch diejenigen Händler, die mit diesen Portalen zusammenarbeiteten und damit einen "oberflächlichen" und "dummen" Ansatz verfolgten. Er sei sehr froh dass es nur wenige dieser "törichten" Kollegen gebe. Erneut forderte der ZDK-Präsident in diesem Zusammenhang eine Anpassung der Vergütungssysteme, die es beispielsweise honorieren, wenn ein Händler viele Probefahrten machen lasse. Der Möglichkeit, Beratung und Probefahrten kostenpflichtig zu machen, um zu verhindern, dass Kunden dies bei einem stationären Händler machten, dann aber im Internet kauften, erteilte er dagegen eine klare Absage. Die Kunden würden dies nicht akzeptireren, sagte er. Wie die Beratungsleistung honoriert werde, müsse zwischen Händler und Hersteller ausgemacht werden. (Foto: Werner Schüring)
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
War das nur ein Missverständnis, oder vielleicht doch eher Missmanagement? Opel hat am Freitag seine Haltung korrigiert, das Werk Bochum bereits Ende 2014 vollständig zu schließen. Nun hat der Vorstand umdisponiert, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen soll doch noch bis ins Jahr 2016 hinein bestehen bleiben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.