Die Opel Astra-Produktion ist von Deutschland nach England gewandert. Dass Rüsselsheim oder Bochum den Astra zurückbekommen, scheint so gut wie ausgeschlossen. Denn die Arbeitskosten in den deutschen Opel-Werken sind nach Zahlen des CAR-Instituts der Uni Duisburg-Essen mit rund 45 Euro pro Stunde fast doppelt so hoch wie im englischen Ellesmere Port oder im spanischen Opel-Werk Saragossa. Von Polen mit sieben Euro pro Stunde gar nicht zu reden.
VW hat in Deutschland im ersten Quartal 2013 von allen Autoherstellern am meisten für Werbung ausgegeben.
Für die Engländer waren die vergangenen Wochen sehr erfolgreich: Sie nahmen aus München den Champions-League-Pokal und aus Rüsselsheim die Opel Astra-Produktion mit auf ihre Insel. Man möge es einer Nation gönnen, die seit 46 Jahren kein internationales Fußballturnier gewonnen hat und keine eigenständige Automobilindustrie mehr besitzt. Dennoch ist die Frage berechtigt, wie das passieren konnte und welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind. Nun, Bayern München spielt schon in der nächsten Saison wieder in der Champions League. Dass Rüsselsheim oder Bochum den Astra zurückbekommen, scheint dagegen so gut wie ausgeschlossen. Denn die Arbeitskosten in den deutschen Opel-Werken sind nach Zahlen des CAR-Instituts der Uni Duisburg-Essen mit rund 45 Euro pro Stunde fast doppelt so hoch wie im englischen Ellesmere Port oder im spanischen Opel-Werk Saragossa. Von Polen mit sieben Euro pro Stunde gar nicht zu reden. Ein Opel- Kunde müsste bereit sein, für sein Fahrzeug rund 1000 Euro mehr auszugeben, nur weil es aus Bochum oder Rüsselsheim kommt statt aus Saragossa oder Ellesmere Port. Ich befürchte, den allermeisten Kunden ist es das nicht wert. Wenn sie schon 1000 Euro mehr ausgeben, dann für einen VW Golf oder eine Mercedes A-Klasse. Die Ursachen hierfür haben weder der aktuelle Opel-Chef Karl- Friedrich Stracke noch die Opel-Arbeiter am Band zu verantworten. Sie liegen in der Vergangenheit, als Opel und die Konzernmutter General Motors stets zu wenig in die Produktinhalte und das Image der Marke investiert haben. Als Ergebnis ist Opel wie auch Fiat, Peugeot, Citroën und Renault in eine gefährliche Sandwich-Position geraten: Auf der einen Seite werben die Koreaner und Chevrolet den europäischen Volumenmarken mit einem besseren Preis-Leistungs- Verhältnis Kunden ab, während auf der anderen Seite die deutschen Premiummarken mit Angeboten im Kompakt- und Kleinwagensegment Aufsteiger anlocken. Wie Opel aus dieser Zwickmühle kommen will, darauf muss Stracke schnell eine Antwort finden. Die Frage, wo der Astra gebaut wird, hat für die Entwicklung von Opel dagegen geringe Bedeutung. Aber nicht für die Opelaner in Bochum, versteht sich. Für sie geht es um ihre Arbeitsplätze, die wohl nicht zu retten sind.
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
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Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.