Die IG Metall verlangt mit Verweis auf die exorbitanten Gewinne deutscher Autohersteller 6,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche. Die Herren Huber und Meine sollten jedoch nach Ansicht von Automobilwoche-Chefredakteur Guido Reinking einmal genauer hinschauen, wo die üppigen Gewinne von VW, Daimler und BMW eigentlich herkommen: Aus den noch immer viel zu teuer produzierenden Werken in Deutschland wohl kaum.
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
Mit Verweis auf die exorbitanten Gewinne deutscher Autohersteller verlangt die IG Metall 6,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche. Auch in den Verhandlungen um den neuen VW-Haustarif fordert sie 6,5 Prozent mehr. Ich würde IG-Metall-Chef Berthold Huber und Bezirkschef Hartmut Meine empfehlen, einmal genau hinzusehen. Ein Blick in die Geschäftsberichte von VW, Daimler und BMW verrät, wo die üppigen Gewinne eigentlich herkommen: Aus den noch immer viel zu teuer produzierenden Werken in Deutschland wohl kaum. Deutschland gehört trotz der Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre noch immer zu den teuersten Industriestandorten in Europa und der Welt. Die hohen Gewinne von VW, Daimler und BMW wurden vor allem von den Arbeitern in China, Osteuropa, Nord- und Südamerika erarbeitet, die oft nur einen Bruchteil des Gehalts ihrer deutschen Kollegen bekommen. Ein weiterer Blick der Gewerkschaftsführer sollte in die zweite Reihe der Autobranche, zu den Zulieferern und deren Lieferanten gehen. Denn selbst große Häuser wie Bosch, Continental, Schaeffler und ZF können von den Gewinnmargen ihrer Kunden in Wolfsburg, München und Stuttgart nur träumen. Hinzu kommt, dass sich auch in Deutschland die Schere der automobilen Zweiklassengesellschaft immer weiter öffnet: hier die Premiummarken und Volkswagen, dort die Volumenmarken Ford und Opel. Letztere müssen ihr Geld in Europa verdienen und machen entsprechende Verluste. Denn im krisengeplagten Europa ist für einen Volumenhersteller mit Werken in Deutschland derzeit nichts zu verdienen. Volkswagen stünde ohne seine Überseemärkte nicht viel besser da als Opel oder Ford. Es ist deshalb auch keine Überraschung, dass nach Informationen der Automobilwoche Ford neben der Kurzarbeit in Köln an einen dauerhaften Abbau von Produktionskapazität denkt. Auch die mögliche Verlagerung des Opel Astra von Rüsselsheim nach Ellesmere Port in England und Gliwice in Polen spricht Bände: Selbst im notorisch überteuerten Großbritannien liegen die Arbeitskosten unter denen in Deutschland. Die IG Metall hat zum Verteilungskampf gerufen. Was gibt es da eigentlich zu verteilen?
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
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Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.