Der Zulieferer ContiTech, eine Division der Continental AG, will 2012 kräftig investieren. Nach einem Investitionsvolumen von 111 Millionen Euro im vergangenen Jahr sollen im laufenden Geschäftsjahr rund 170 Millionen aufgewendet werden. "Die größte Einzelinvestition mit 17 Millionen Euro gibt es in Brasilien“, erläutert ContiTech-Vorstandschef Heinz-Gerhard Wente. Das Geld fließt in eine neue Fabrik für Schlauchleitungen, wie sie für die Ölförderung auf See und an Land benötigt werden.
Restwertentwicklung der zehn beliebtesten Marken in Deutschland von 2009 bis 2012
Hannover. Der Zulieferer ContiTech, eine Division der Continental AG, will 2012 kräftig investieren. Nach einem Investitionsvolumen von 111 Millionen Euro im vergangenen Jahr sollen im laufenden Geschäftsjahr rund 170 Millionen aufgewendet werden. „Die größte Einzelinvestition mit 17 Millionen Euro gibt es in Brasilien", erläutert ContiTech-Vorstandschef Heinz-Gerhard Wente. Das Geld fließt in eine neue Fabrik für Schlauchleitungen, wie sie für die Ölförderung auf See und an Land benötigt werden. Für weitere sieben Millionen Euro wird die Produktion der Geschäftsbereiche Power Transmission Group und Vibration Control am Standort Ponta Grossa erweitert. Als Gründe dafür nennt Wente eine steigende Nachfrage der Autoindustrie in Brasilien, des Kfz-Ersatzteilmarkts sowie weiterer Branchen. Investiert wird aber auch in Deutschland. Am Stammsitz von ContiTech in Hannover-Vahrenwald soll ein Betrag im zweistelligen Millionenbereich in die Produktion für Antriebsriemen und Luftfedersysteme gesteckt werden. Auch bei der ContiTech- Tochter Benecke-Kaliko in Hannover sowie an den Standorten Korbach, Karben, Oppenweiler und Waltershausen werden die Kapazitäten ausgebaut.
ContiTech folgt der Mutter Zudem hatte Wente im Gespräch mit der Automobilwoche angekündigt, im Verbund mit dem von der Konzernmutter geplanten Reifenwerk in Kaluga dort auch ein Werk für Kältemittelleitungen für Automobilanwendungen zu bauen. Details zum Investitionsvolumen und der Größe des Werks wollte er nicht nennen. ContiTech hatte 2011 den Umsatz um rund 16 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro gesteigert. Davon entfielen 53 Prozent auf die Automobil-Erstausrüstung und 47 Prozent auf den Bereich Industrie- und Kfz-Ersatzgeschäft. „Unser Ziel ist mindestens ein 50:50-Verhältnis. Wir wollen diese Balance natürlich nicht erreichen, indem wir die Lieferungen an die Automobil-Erstausrüstung nach unten fahren, sondern das Industriegeschäft soll stärker wachsen", so Wente. Für 2012 erwartet er einen Anstieg des Gesamtumsatzes um fünf Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern) stieg bei ContiTech 2011 um 12,4 Prozent auf 446 Millionen Euro. „Mit der bereinigten Umsatzrendite von 12,5 Prozent liegen wir über dem Durchschnitt der Continental AG", so Wente. Conti kommt laut Geschäftsbericht auf 10,1 Prozent. China ist beim Ausbau der Aktivitäten einer der Schlüsselmärkte für ContiTech. Dort ist der Automobilanteil am Umsatz mit 60 Prozent überproportional hoch. Auch hier steht die Stärkung des Industriesektors oben auf der Prioritätenliste. Mittelfristig will Wente den Umsatz in China verdoppeln. „Eine 50:50-Verteilung des Umsatzes haben wir aber nicht für jedes Land dogmatisch festgelegt. Dennoch schauen wir auch in China nach Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Industriesektor." Eine weiter angespannte Situation erwartet der Manager bei den Materialpreisen. „Bei allen Basismaterialien – und hier denken wir insbesondere an Synthesekautschuke – wird sich die Lage nicht wesentlich entspannen."
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