Logo automobilwoche
Automotive News: Flag US Flag EU Flag CN
    Von

Die Beziehung zwischen Deutschen und Italienern ist bekanntlich nicht immer einfach. Während die klischeehaft pedantischen Teutonen immer alles möglichst perfekt machen wollen, schwärmen die Italiener für Leidenschaft und bella figura. Es ist kein Zufall, dass das bessere Design meist südlich der Alpen entsteht, die bessere Technik aber nördlich davon.

Trotz aller Differenzen gibt es immer wieder gegenseitige Bewunderung. Das zeigt sich beispielhaft an den beiden Automarken Volkswagen und Alfa Romeo. Die eine fährt mit wenig aufregenden, aber soliden Autos derzeit von einem Rekord zum nächsten, die andere baut Autos, die zwar atemberaubend schön, aber leider oft wenig zuverlässig sind. Das perfekte Fahrzeug wäre also eine Kombination aus italienischem Design und deutscher Technik. Diese Meinung vertreten viele Autofans: Zum Beispiel die Alfa-Mitarbeiter, die im Dezember 2010 für einen Wechsel ihrer Marke zum VW-Konzern demonstrierten. Salvatore Carotenutot, Betriebsrat der italienischen Motorradmarke Ducati, kommentierte deren Übernahme durch Audi mit den Worten "Ich wäre deutlich besorgter, wenn uns Fiat-Chef Marchionne gekauft hätte."

Auch auf deutscher Seite ist man von der Verbindung zwischen deutschen und italienischen Stärken angetan: "Wir lieben alles, was rot ist", sagte VW-Chef Martin Winterkorn vor Kurzem. Das war zwar auf Ducati gemünzt, gilt aber ebenso für Alfa. Auch der mächtige VW-Lenker Ferdinand Piëch ist Alfa sehr zugetan. Es ist bekannt, dass er die Marke gern unter seinem Dach sehen würde, allein: "Denen geht's noch zu gut", sagte er, als er auf der VW-Hauptversammlung auf das Thema angesprochen wurde. Aber wenn man bedenkt, dass er 33 Jahre auf die Übernahme von Ducati hingearbeitet hat, dann weiß man: Dieser Mann denkt langfristig. Man darf gespannt sein, ob die Träume von zahlreichen Autofahrern, die leidenschaftliches Design und perfekte Technik gern in einem Auto genießen möchten, doch noch in Erfüllung gehen.

comments powered by Disqus
Das könnte Sie auch interessieren:
Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
26597
Zugriffe
BMW ist offenbar zum drittgrößten Elektroauto-Hersteller der Welt aufgestiegen. Deutschland könnte bei der Produktion bald an China vorbeiziehen.
26517
Zugriffe
Zwei betrunkene und bekiffte Arbeiter haben die Produktion bei BMW in München vorübergehend zum Stillstand gebracht.
20107
Zugriffe
Bei dem Wittener Automobilzulieferer Adler-Pelzer hat ein Großbrand in der Nacht zum Mittwoch eine wichtige Fertigung für den Kunden Mercedes lahmgelegt. Eine Halle für Spritzgußteile brannte vollständig aus.
15673
Zugriffe
Nach einem erfolgreichen Jahr 2016 zahlt Porsche seinen Mitarbeitern auch einen rekordverdächtigen Bonus. Doch die Verhandlungen waren diesmal besonders schwierig.
14018
Zugriffe
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen namentlich bekannte Daimler-Mitarbeiter aufgenommen. Es geht um mögliche Manipulation von Abgaswerten.
13597
Zugriffe
Auf ihrer Jahrespressekonferenz stellte die Vier-Ringe-Marke das Reich der Mitte geografisch nicht so groß dar, wie es linientreue Medienmenschen aus China erwarten. Nun macht dem Team von Audi-Chefstratege Rupert Stadler ein weiterer Konfliktherd die Hölle heißer.
12398
Zugriffe
Zwei betrunkene und bekiffte Mitarbeiter haben im BMW-Werk München zu einem Stillstand am Band geführt. Für die beiden Männer hatte das schwerwiegende Konsequenzen.
9275
Zugriffe
Mit einem Anteil von fast 30 Prozent bleibt die beliebteste Autofarbe in Europa..... Na, was denken Sie wohl?
8180
Zugriffe
Daimler-Chef Dieter Zetsche hat den Autobauer Tesla dafür gelobt, das Elektroauto vom "Müsli-Image" befreit zu haben.
7471
Zugriffe
Mercedes ist in der Oberklasse zurück an der Spitze und - Erfolg macht sexy - reitet auf der Erfolgswelle. Für die Konkurrenz dürfte es ein schwacher Trost sein, dass die Krone des Absatzkönigs in Zukunft an Bedeutung verliert.