NEU: ePaper
Benutzeranmeldung:
Aktuelle Meinung: Italiener und Teutonen – gemeinsam stark
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Der gelernte Journalist begann seine Karriere beim Fachmagazin Auto Zeitung, wo er sein Interesse an Autos mit dem Spaß am Schreiben verbinden konnte. Seit 2010 arbeitet er als Online-Redakteur für die Automobilwoche.
Dienstag, 01. Mai 2012, 09.00 Uhr
Die Beziehung zwischen Deutschen und Italienern ist bekanntlich nicht immer einfach. Während die klischeehaft pedantischen Teutonen immer alles möglichst perfekt machen wollen, schwärmen die Italiener für Leidenschaft und bella figura. Es ist kein Zufall, dass das bessere Design meist südlich der Alpen entsteht, die bessere Technik aber nördlich davon.

Trotz aller Differenzen gibt es immer wieder gegenseitige Bewunderung. Das zeigt sich beispielhaft an den beiden Automarken Volkswagen und Alfa Romeo. Die eine fährt mit wenig aufregenden, aber soliden Autos derzeit von einem Rekord zum nächsten, die andere baut Autos, die zwar atemberaubend schön, aber leider oft wenig zuverlässig sind. Das perfekte Fahrzeug wäre also eine Kombination aus italienischem Design und deutscher Technik. Diese Meinung vertreten viele Autofans: Zum Beispiel die Alfa-Mitarbeiter, die im Dezember 2010 für einen Wechsel ihrer Marke zum VW-Konzern demonstrierten. Salvatore Carotenutot, Betriebsrat der italienischen Motorradmarke Ducati, kommentierte deren Übernahme durch Audi mit den Worten "Ich wäre deutlich besorgter, wenn uns Fiat-Chef Marchionne gekauft hätte."

Auch auf deutscher Seite ist man von der Verbindung zwischen deutschen und italienischen Stärken angetan: "Wir lieben alles, was rot ist", sagte VW-Chef Martin Winterkorn vor Kurzem. Das war zwar auf Ducati gemünzt, gilt aber ebenso für Alfa. Auch der mächtige VW-Lenker Ferdinand Piëch ist Alfa sehr zugetan. Es ist bekannt, dass er die Marke gern unter seinem Dach sehen würde, allein: "Denen geht's noch zu gut", sagte er, als er auf der VW-Hauptversammlung auf das Thema angesprochen wurde. Aber wenn man bedenkt, dass er 33 Jahre auf die Übernahme von Ducati hingearbeitet hat, dann weiß man: Dieser Mann denkt langfristig. Man darf gespannt sein, ob die Träume von zahlreichen Autofahrern, die leidenschaftliches Design und perfekte Technik gern in einem Auto genießen möchten, doch noch in Erfüllung gehen.
Kommentare zum Artikel:
Das könnte Sie auch interessieren:
Sternzeichen - Frankreichs neuer Präsident über die Wirtschaftslage
„Ich habe vor nichts Angst.“ François Hollande, neuer Präsident Frankreichs, der sein Land in nicht nur... » mehr lesen

Sternzeichen - IG-Metall-Chef Huber über Arbeitnehmer
"Die Arbeitnehmer dürfen nicht abgehängt werden von Produktivität und Gewinn.“ Berthold Huber, Chef der IG Metall.... » mehr lesen

Indien: Fiat baut eigenes Händlernetz
Der italienische Autobauer Fiat beendet nach sechs Jahren die Zusammenarbeit mit Tata Motors. Stattdessen wollen die Italiener... » mehr lesen

Piëch zieht wieder in den Scania-Aufsichtsrat ein
Erst MAN, jetzt auch noch Scania: Ferdinand Piëch soll bei der nächsten Scania-Hauptversammlung wieder einen Platz im... » mehr lesen

Sternzeichen - Hessischer Innenminister zur Insignia-Kritik der Polizei
„Es gibt keinen Grund, die 200 beschafften Funkstreifenwagen auszumustern.“ Boris Rhein, Innenminister von Hessen,... » mehr lesen

Neuer Deutschland-Chef von Alfa Romeo
Mit klaren Zielen vor Augen startet Henk Salomons im Juni als Brand Country Manager bei Alfa Romeo in Frankfurt. Der gebürtige... » mehr lesen

Sternzeichen - VW-Chef Winterkorn über möglichen Ducati-Kauf
"Wir lieben alles, was rot ist. Außer rote Zahlen.“ Martin Winterkorn, VW-Chef, zum möglichen Kauf der Motorradmarke Ducati.... » mehr lesen

Maserati wird neues Alfa-Coupé 4C bauen
Der neue Imageträger von Alfa Romeo dürfte Unternehmenskreisen zufolge in Modena, dem Standort der Fiat-Luxusmarke Maserati, vom... » mehr lesen

VW: "Verhaltener Optimismus" auf der Chefetage
Nach dem rekordträchtigen Geschäftsjahr 2011 blickt Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende des VW-Konzerns, mit leicht... » mehr lesen

"Nur Jeep und Alfa haben internationales Potenzial"
Die Integration des italienischen und US-amerikanischen Autoherstellers soll bis 2014 zu einem Absatzvolumen von 5,9 Millionen... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
3659
Leser
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
2905
Leser
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
2719
Leser
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
2351
Leser
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
2288
Leser
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
2173
Leser
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
2118
Leser
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
1878
Leser
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
1467
Leser
Die neue chinesische Automarke mit großen internationalen Ambitionen nutzt als erster Autohersteller weltweit die Cloud-Plattform Windows Azure von Microsoft. Marktstart ist in der zweiten Jahreshälfte in China.
1427
Leser
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.