Logo automobilwoche
Automotive News: Flag US Flag EU Flag CN
    Von

Der Machtwechsel steht unmittelbar bevor. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, übernimmt Stefan Sommer bei ZF den Vorstandsvorsitz von Hans-Georg Härter, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Mit der Bilanz seiner knapp fünfeinhalbjährigen Tätigkeit als ZF-Lenker kann Härter durchaus zufrieden sein. Sein Versprechen, das Unternehmen gestärkt aus der Krise zu bringen war kein leeres, und das bei den Friedrichshafenern lange Jahre defizitäre US-Geschäft hat er wieder in die schwarzen Zahlen gebracht.

Mit seinem Engagement in den USA hat Härter vielleicht sein Meisterstück geliefert. Denn als er in Zeiten der Krise die Zusammenarbeit mit dem US-Autobauer Chrysler verstärkt hatte, wird wohl so mancher darüber nur den Kopf geschüttelt haben. Doch er ist das unternehmerische Risiko eingegangen und hat letztlich gewonnen. Jetzt tragen die gewachsenen Geschäftsbeziehungen zu dem Fahrzeughersteller dazu bei, dass ZF in den USA beim Umsatz überproportional zulegt.

Seinem Nachfolger Sommer hinterlässt er ein solide finanziertes Unternehmen mit guten Perspektiven. Dafür, dass auch unter Sommer beim Getriebebauer künftig ein Rad ins andere greifen wird, stehen die Zeichen gut. Der künftige ZF-Chef war maßgeblich an der neuen Konzernstruktur beteiligt und hat somit die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Einen Tag der Arbeit wird es für Sommer wohl häufiger geben, denn für ihn und seine Führungsmannschaft bleibt noch einiges zu tun, um das Unternehmen mit den Expansionsplänen auch nicht zu überfordern.

comments powered by Disqus
Das könnte Sie auch interessieren:
Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
27209
Zugriffe
Im ersten Quartal ist Volkswagen beim Neuwagenabsatz an Toyota vorbeigezogen. Die Wolfsburger verkauften trotz des Abgas-Skandals mehr Fahrzeuge, während Toyota weniger absetzte - auch wegen Problemen in der heimischen Produktion.
16279
Zugriffe
Die Nachmessungen im Zuge des Abgasskandals haben bei 17 Herstellern problematische Abgaswerte zu Tage gefördert. Alleine deutsche Marken müssen nun mindestens 630.000 Fahrzeuge zurückrufen.
9182
Zugriffe
Fünf deutsche Hersteller müssen nach Angaben aus Regierungskreisen insgesamt 630.000 Fahrzeuge zurückrufen. Die Technik zur Abgasreinigung bei bestimmten Temperaturen muss geändert werden.
8747
Zugriffe
Schonungslos offen, zugleich selbstbewusst und tatendurstig ruft der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller sämtliche Mitarbeiter des Mehrmarkenkonzerns zu breiter Zuversicht und angemessener Angriffslust auf. Eine uralte Erfindung werde man nicht zu erneuern trachten. Wohl aber könnten die Teams alsbald VW im Schulterschluss zu frischem Glanz verhelfen.
8362
Zugriffe
Bei der geplanten Kaufprämie für Elektroautos sind offenbar Ausnahmen vorgesehen.
6994
Zugriffe
Die US-Behörden verlangen von Daimler eine Erklärung für das Zustandekommen von Abgaswerten. Der Konzern ist dazu bereit, ist sich aber keiner Schuld bewusst.
6576
Zugriffe
Schon ab Mai soll es Kaufprämien für E-Autos in Deutschland geben. Dies sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei der Vorstellung des Förderungs-Pakets für Elektroautos in Deutschland.
5585
Zugriffe
Der Abgas-Skandal brockt VW Sonderbelastungen von fast 17 Milliarden Euro ein. Eine Dividende soll es dennoch geben.
3793
Zugriffe
Herbert Diess, Chef der Marke VW, will aus dem Streit mit dem VW-Betriebsrat lernen und künftig anders kommunizieren. An einem Streitpunkt hält der Manager aber dennoch fest.
3769
Zugriffe
Geahnt hatten es viele schon lange: Der Abgas-Skandal betrifft nicht nur Volkswagen. Der Verkehrsminister gerät - wie die Hersteller - zunehmend unter Beschuss. Und Fiat könnte massive Probleme bekommen.