Freitag, 27. April 2012, 13.33 Uhr
Der Machtwechsel steht unmittelbar bevor. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, übernimmt Stefan Sommer bei ZF den Vorstandsvorsitz von Hans-Georg Härter, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Mit der Bilanz seiner knapp fünfeinhalbjährigen Tätigkeit als ZF-Lenker kann Härter durchaus zufrieden sein. Sein Versprechen, das Unternehmen gestärkt aus der Krise zu bringen war kein leeres, und das bei den Friedrichshafenern lange Jahre defizitäre US-Geschäft hat er wieder in die schwarzen Zahlen gebracht.
Mit seinem Engagement in den USA hat Härter vielleicht sein Meisterstück geliefert. Denn als er in Zeiten der Krise die Zusammenarbeit mit dem US-Autobauer Chrysler verstärkt hatte, wird wohl so mancher darüber nur den Kopf geschüttelt haben. Doch er ist das unternehmerische Risiko eingegangen und hat letztlich gewonnen. Jetzt tragen die gewachsenen Geschäftsbeziehungen zu dem Fahrzeughersteller dazu bei, dass ZF in den USA beim Umsatz überproportional zulegt.
Seinem Nachfolger Sommer hinterlässt er ein solide finanziertes Unternehmen mit guten Perspektiven. Dafür, dass auch unter Sommer beim Getriebebauer künftig ein Rad ins andere greifen wird, stehen die Zeichen gut. Der künftige ZF-Chef war maßgeblich an der neuen Konzernstruktur beteiligt und hat somit die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Einen Tag der Arbeit wird es für Sommer wohl häufiger geben, denn für ihn und seine Führungsmannschaft bleibt noch einiges zu tun, um das Unternehmen mit den Expansionsplänen auch nicht zu überfordern.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.